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Der
Wellensittich
Ein kleiner Vogel bringt große Freude
Kaum ein anderes Haustier hat die Gemüter der Menschen so sehr
angesprochen, wie der Wellensittich. Mit seiner aufgeweckten und neugierigen Art, seiner
freundlichen und verspielten Natur und seinem farbenfrohen Federkleid erfreut dieser
kleine Sittich Groß und Klein. Ursprünglich stammt der Wellensittich aus Australien, wo
man ihn in großen Schwärmen lebend in der Strauchsteppe Zentralaustraliens und auf
Eukalyptusbäumen entdecken kann. Im Jahr 1840 brachte der Zoologe John Gould erstmals
einige Wellensittiche nach Europa. Auf der Vogelausstellung in Antwerpen 1850 wurde dieser
kleine Sittich bekannt und bei einheimischen Züchtern schnell beliebt. Seither wurde der
Wellensittich, der in der freien Natur ein grünes Gefieder und gelbes Köpfchen hat, auch
in den Farben blau, weiß, gelb, einfarbig und gescheckt gezüchtet.
© Zoonar / Foto: Michael Jung |
Der Wellensittich ist einer der wenigen Vogelarten, die durch intensive
Beschäftigung sehr zutraulich, nahezu anhänglich, werden können. Gerade die Tatsache,
dass er zu "seinem Menschen" eine Bindung aufbaut und in manchen Fällen sogar
sprechen lernt, macht ihn besonders beliebt. Hat er die Scheu vor dem Menschen verloren,
sucht er sogar die Nähe zu ihm und setzt sich gerne auf die Schulter oder die Hand des
Menschen, dem er vertraut. |
Vor der Anschaffung sollte sich ein zukünftige Vogelhalter aber
unbedingt über die Verantwortung Gedanken machen, die er eingeht, wenn er sich dieses
kleine Lebewesen nach Hause holt. Jeden Tag braucht er frisches Futter und frisches
Wasser. Jeden zweiten bis dritten Tag sollte der Käfig geputzt werden. Wichtig ist auch
die Frage, was mit dem Wellensittich passiert, wenn man in den Urlaub fährt. Nicht
zuletzt sollte man sich auch darüber im Klaren sein, dass ein Wellensittich bis zu 15
Jahre alt werden kann und für seine gesamte Lebenszeit auf die Pflege seines Menschen
angewiesen ist.
Der Wellensittich ist ein Haustier, das viel Zuwendung beansprucht. Das neugierige Wesen
des Vogels verlangt täglich Beschäftigung und Spiel, vor allem wenn man vorerst nur ein
Tier alleine hält. Aufgrund seines ausgeprägten Sozialverhaltens ist er aber am
glücklichsten, wenn er die Gesellschaft eines Artgenossen genießen darf. Als Schwarmtier
mit viel Familiensinn sollte man einen Wellensittich nicht alleine halten, damit er nicht
vor Einsamkeit verkümmert. Es ist ein besonderes Vergnügen, zu beobachten, wie sich zwei
Wellensittiche anfreunden und dann Tag ein Tag aus mit der gegenseitigen, intensiven
Gefiederpflege beschäftigt sind.
Natalie Eckelt, im September 2008
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