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Aspekte der Heimtierhaltung

Ansichten über Tierliebe

Für übertriebene Tierliebe gibt es sicherlich sehr viele Beispiele, die der Leser aus Beobachtungen im täglichen Leben kennt. Andere Beispiele gelangen über die Medien in unsere Wohnzimmer und letztendlich in unser Bewusstsein. Eigentlich gibt es auf dem ersten Blick keine Aspekte gegen eine gesunde Tierliebe, die in einer ebenso gesunden Relation zu einer artgerechten Haltung steht, nichts einzuwenden, vielfach wird diese sogar als positive Charaktereigenschaft beschrieben. Doch wo beginnt Tierliebe und wo hört diese auf oder endet in Übertreibung? Um es vorweg zu nehmen, sehr viele vermeintliche Tierliebhaber besitzen kaum Tierliebe oder sind sich über die Bedeutung dieses Wortes völlig im Unklaren.

Warum diese Einführung? Die Antwort ist recht einfach. Tierliebe fängt nicht bei der Haltung eines Heimtieres an, sondern hört bei dieser vielfach auf. Die Liebe zum Tier kann nicht losgelöst von der Umwelt und Natur betrachtet werden und eine unverwässerte Form der Tierliebe besteht darin, den Lebensraum für die in der freien Natur vorkommenden Tierarten zu erhalten. Tierliebe, wie im übrigen jedwede andere Form der Liebe, sollte nicht nur auf Eigennutz beruhen. Wer ein Tier der Natur entnimmt, dieses domestiziert und anschließend wie ein Nutztier oder Heimtier behandelt, der handelt jedoch aus Eigennutz. Unsere Vorfahren taten dies, jedoch nicht aus Liebe zum Tier, sondern aus handfesten Interessen, die in der Regel auf einen direkten oder indirekten Nutzen fußten.

Sind wir so weit von dieser Einstellung des Nützlichkeitsdenkens entfernt? Nein, denn das Gro der ach so tierliebenden Züchter geht es oftmals nicht um die eigentliche Tierliebe, sondern um den geschäftlichen Erfolg beim Verkauf der Tiere. Das es an dem ist geht schon allein aus der Tatsache hervor, dass viele einstige Haustierrassen dem Aussterben nahe sind, seit dem der geschäftliche Erfolg bei den Züchtern für diese Rassen ausblieb. Die wenigsten Halter von Heimtieren sind gleichzeitig Züchter. Doch wie bereits auf der vorausgehenden Seite erwähnt, auch der Halter eines Heimtieres sollte seine eigene Einstellung gegenüber der Intensivhaltung von Haustieren und Nutztieren einmal überdenken, es sei denn er ist Vegetarier. Und nicht nur in dieser Richtung, auch wer beispielsweise ein Schwalbennest vom Balkon entfernt, dafür seinen Hund oder seine Katze streichelt, oder sich einen Sittich zulegt, sollte nicht behaupten ein Tierliebhaber zu sein. Was er liebt ist lediglich die Unterwürfigkeit eines tierischen Wesens, welches ihm aus der Hand frisst, ohne dabei Balkon oder Wohnung zu verschmutzen.

Dieser Beitrag soll nicht die Heimtierhaltung insgesamt und damit verbundene Aspekte generell in Frage stellen, doch die vermeintliche Tierliebe ein wenig hinterfragen und den einen oder anderen Leser dazu bewegen, seine eigenen Ansichten kritsch zu überdenken. Ein wesentlicher Aspekt bei der Heimtierhaltung liegt sicherlich darin begründet, dass Kinder bereits in jungen Jahren zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Tieren inspiriert werden, vorausgesetzt die Eltern achten mit drauf bzw. es handelt sich um ein Heimtier, welches seinen sozialen Platz in der Familie mit einnimmt. Von dieser Warte aus betrachtet kann die verantwortungsbewusste und artgerechte Heimtierhaltung als ein nicht als völlig unwesentlicher psychologischer Aspekt betrachtet werden, der sich durchaus förderlich auf ein heranreifendes Menschenkind auswirken kann.

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