Heimtiere und Haustiere - verschiedene Themen
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Unterschied: Haustiere u. Heimtiere

Was unterscheidet Nutztiere und Haustiere von Heimtieren?

Der Unterschied zwischen Nutztieren, Haustieren und Heimtieren ist nicht bei jeder Tierart und Rasse klar definierbar, zuweilen nicht oder kaum gegeben. Dennoch gibt es Unterschiede. So handelt es sich zum Beispiel bei im Terrarium gehaltenen Reptilien um Heimtiere, nicht aber um domestizierte Haustiere. Eine kleine Übersicht soll helfen, die Abgrenzung zwischen Nutztieren, Haustieren und Heimtieren zu verdeutlichen.

  • Nutztiere: Nutztiere wurden domestiziert, da sich der Mensch von der Haltung dieser Tierarten einen Nutzen versprach. So zählen zu den Nutztieren alle in der Landwirtschaft genutzten Haustierarten und Haustierrassen, gleich ob diese Nutztiere für Ernährungszwecke oder als Last- oder Zugtiere dem Menschen einen Nutzen erbrachten und noch heute erbringen.

    Weiterhin zählen zu den Nutztieren alle Tierarten und Rassen, die vorrangig wegen ihrem Fell als Wolllieferanten domestiziert und/oder gehalten wurden und ebenso Tierarten und Haustierrassen, die dem Menschen auf anderer Art und Weise als nützlich erschienen. Zu letzteren zählen zum Beispiel die Honigbienen sowie speziell fürs Labor gezüchtete Tierrassen oder transgene Schweine. Wie sieht es aber zum Beispiel Wachhunden und Blindenhunden aus? Wer möchte den treusten Freund des Menschen als Nutztier bezeichnen? Nicht immer ist eine Einordnung und eine eindeutige Beantwortung der Frage, ob eine domestizierte Tierart oder Haustierrasse zu den Nutztieren zählt, einfach. Eine von zwei Bedingungen sollte erfüllt sein, um ein Tier ohne größere Probleme als Nutztier einzustufen.

    Ein Tier wird zum Nutztier,

  1. wenn es einzig zu dem Zweck domestiziert und gehalten wurde, um dem Menschen durch seine Arbeitsleistung von Nutzen zu sein.
  2. wenn es einzig zu dem Zweck gehalten wurde und noch heute wird, um tierische Produkte in Form von Wolle, Milch oder Eiern zu erhalten oder um Bestandteile seines Körper zur Ernährungs- oder Bekleidungszwecken zu verwerten.

Wie sieht es mit Tieren aus, die nur gezüchtet wurden, um ein Dasein in Laboratorien zu fristen? Eigentlich sind Laborratten und Labormäuse ebenfalls Nutztiere, auch wenn sie heute vielfach als Heimtiere gehalten werden. Schlittenhunde können ebenfalls als Nutztiere betrachtet werden. Der Unterschied zwischen einem Husky und einem Hausesel liegt lediglich darin, dass der eine die Last trägt und der andere die Last zieht.
Der Begriff Nutztier setzt sich im Prinzip aus Nutzen und Tier zusammen, wobei ein wichtiges Kriterium darin besteht, dass die Nutzung für den Menschen möglichst wirtschaftlich sein sollte. Beim Schlittenhund traf dies einst zu, da der Hundeschlitten vor der Erfindung des Motorschlittens das wirtschaftlichste Transportmittel in Regionen mit polaren Klima war. Blindenhunde sind hingegen kaum nach wirtschaftlichen Kriterien zu messen und fallen damit durch das Sieb der Wirtschaftlichkeit. Nur die Wirtschaftlichkeit als Kriterium zu benutzen, würde jedoch zu weiteren Fehlern führen. So müsste bei den speziell fürs Laboratorium gezüchteten Mäusen unterschieden werden, ob die Testreihen humanen Zwecken dienten oder dem Profitstreben der Pharmaindustrie.
Und wie verhält es sich mit der Hauskatze, die seit je her dem Menschen einen wirtschaftlichen Vorteil brachte, in dem sie seine Vorräte vor Nagern schützte? Eben dieser ungemein wirtschaftliche Vorteil war es ja letztendlich, der dazu beitrug, dass die Katze in der Gunst des Menschen einst in der Antike weit über den anderen Haustieren und Nutztieren stand.

Ein weiteres Kriterium bei der Einteilung von Nutztieren könnte sein, ob der wirtschaftliche Nutzen oder der Nutzen allgemein im Bereich der Landwirtschaft liegt. Eine Auswertung, ob ein Tier ein landwirtschaftliches Nutztier ist oder nicht, würde schon zu einer wesentlich übersichtlicheren Gliederung führen. Doch wozu gehören Tiere, die wegen ihres Pelzes in Käfigen gehalten werden. Landwirtschaftliche Nutztiere sind es zumindest nicht, wirtschaftlich genutzte Tierarten hingegen schon. In diesem Zusammenhang sei noch die Seidenraupe erwähnt, die ebenfalls nicht in landwirtschaftliches Schema passt.

Eine weitere Definition geht davon aus, dass ein Tier nur dann ein Nutztier ist, wenn entweder dessen tierische Produkte, wie Eier, Milch oder Wolle oder das geschlachtete Tier an sich durch den Menschen verwertet werden kann. Sicherlich wurden auch Pferde zu allen Zeiten verspeist. Der nutzbare Wert eines Pferdes lag hingegen überwiegend in dessen Beförderungsleistung und so wurde das Pferd auf Grund seiner Zugleistung zum landwirtschaftlichen Nutztier. Nebenbei bemerkt, nicht nur in der Landwirtschaft, bis zur Erfindung der Dampfmaschine gab es praktisch keine Alternative zum Nutztier Pferd.

Fazit: Richtig wäre es zwischen landwirtschaftlichen Nutztieren und nichtlandwirtschaftlichen Nutztieren zu unterscheiden.
 

  • Haustiere: Als Haustiere werden alle domestizierten Tierarten und Tierrassen bezeichnet, gleich aus welchen Gründen die Domestizierung erfolgte. Neben den Nutztierarten und Rassen zählen somit auch alle aus Liebhaberei domestizierten Tierarten zu den Haustieren. Unter anderem wurden Wildvögel des Gesanges oder des farbenfrohen Gefieders wegen gefangen, gezähmt und gezüchtet. Von anderen Haustierarten wurden Rassen gezüchtet, die aus menschlicher Sichtweise keinen Nutzen mehr erbringen können, zum Beispiel alle Arten von Schoßhündchen. Die Frage, ob ihre Rolle als Sozialpartner als ein Nutzen anzusehen ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben und bleibt umstritten.

  • Heimtiere: Insofern domestizierte Tierarten und Rassen geeignet sind mit dem Menschen unter einem Dach zu leben, werden diese oftmals als Heimtiere bezeichnet. Eine strikte Trennung zwischen dem Begriff Haustiere und dem Begriff Heimtiere ist in diesem Fall nicht möglich. So ist ein Blindenhund zugleich ein Nutztier, ein Haustier und ebenso ein Heimtier. Neben diesen domestizierten Tierarten werden in vielen Haushalten jedoch auch bisher noch nicht domestizierte Tierarten als Heimtiere gehalten. Zu diesen Heimtieren, bei denen es sich nicht um Haustiere handelt, zählen zum Beispiel Schlangen, Agamen oder Vogelspinnen.

 
Nachfolgend eine Liste von bekannten Nutztier-, Haustier- und Heimtierarten. Diese Liste erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und wurde nur angelegt, um die Zuordnung einzelner Arten zu veranschaulichen.
 

Arten

Nutztier Haustier Heimtier Wildtier
         

Säugetiere

       
         
Farbmaus - [1] X X  
Frettchen X X X  
Goldhamster   X X - [2]
Hausesel X X    
Haushund X [3] X X  
Hauskaninchen X X X  
Hauskatze X [4] X X  
Hausmaus     X X
Hausmeerschweinchen X [5] X X  
Hauspferd X X    
Hausrind X X    
Hausschaf X X    
Hausschwein X X    
Hausziege X X    
         

Vögel

       
         
Haushuhn X X    
Haustruthuhn (Pute) X X    
Hausente X X    
Hausgans X X    
Haustaube X X    
Wellensittich   X X X [6]
         

Reptilien

       
         
Bartagame     X X
Schlange (je nach Art) X [7]   X X
Wasseragame     X X
         

Fische

       
         
Forelle X - [8]   X
Karpfen (Zuchtformen) X X    
Koi X X    
Neonsalmler     X X
Guppy   X [9] X X
         

Sonstige

       
         
Vogelspinne     X X
       

Anmerkungen

Farbmaus: Ohne Labormäuse, da letztere als Versuchstiere gezüchtet wurden und somit unter nichtlandwirtschaftlichen Nutztiere eingeordnet werden könnten.

Goldhamster: Galten als Wildtier und vor 1930 als ausgestorben.

Haushund: Zu den nichtlandwirtschaftlichen Nutztieren können alle Hunderassen gerechnet werden, die der Mensch wegen einer besonderen wirtschaftlichen Leistung hielt oder heute noch hält, wie zum Beispiel Schlittenhunde oder im weitesten Sinne auch Hirtenhunde. Wachhunde, Spürhunde, Blindenhunde oder Jagdhunde sind zwar dem Menschen ebenfalls von Nutzen, zum Teil von recht wirtschaftlichen Nutzen sogar, doch wie bereits erwähnt, wer möchte schon zugeben das er ein Tier des Nutzen wegen hält und nicht aus reiner Tierliebe oder anderen Gründen, die den Hund nicht mit Rindern und Suppenhühnern in einen Topf werfen?

Hauskatze: Zu den nichtlandwirtschaftlichen Nutztieren können nur noch die Hauskatzen und von dieser gezüchteter Katzenrassen gerechnet werden, die sich noch für den Mäusefang eignen.

Hausmeerschweinchen: In Deutschland und in anderen europäischen Ländern wurde das Meerschweinchen als Nutztier bedeutungslos.

Wellensittich: Nur die Wildform des Wellensittichs (Melopsittacus undulatus) kann noch als Wildtier betrachtet werden. Vom Wellensittich existieren nicht nur Farbschläge, sondern auch Zuchtformen, wie der Schauwellensittich.

Schlange: Einige Schlangenarten werden zur Gewinnung des Schlangengiftes durch Melken als Nutztiere gehalten.

Forelle: Forellen werden zwar gezüchtet, ob es sich aber bei der Forelle bereits um ein Haustier handelt, bleibt dahingestellt.

Guppy: Da vom Guppy bereits sehr viele Zuchtformen existieren, die einzig und allein für die Haltung in Aquarien gezüchtet wurden, kann der Guppy durchaus als ein domestiziertes Haustier betrachtet werden, obwohl Fischen keinen sozialen Kontakt zum Menschen aufbauen.
 

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