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Tier oder Mensch?

Oder Mensch und Tier, wer hat ein Vorrecht?

Warum diese Frage nach der Reihenfolge? Ist es nicht völlig unerheblich, ob der eine etwas über das Verständnis zwischen Mensch und Tier erfahren möchte und eine andere Person Fragen betreffend der Gemeinsamkeiten von Tier und Mensch hat? Nun ganz so einfach ist es nicht, wenn es um den Esel geht. Welcher Esel? Was hat diese Frage mit einem Esel zu tun, wird sich der eine oder andere Leser eventuell fragen. Ganz einfach fällt hier die Antwort aus, um den Esel, der immer voran geht. Ich und der Rest der Welt, so verhält sich und schreibt ein Esel, lernten zumindest einige in der Schule. Auch wenn ansonsten nicht so sehr viel aus der deutschen Grammatik beim Autor hängen blieb, heute würden Gelehrte ohnehin behaupten, er hat eine Rechtschreibschwäche, dieser Spruch der Höflichkeit blieb zumindest bei ihm hängen. Dabei ist es nicht nur ein Spruch, der als Eselsbrücke an eine Höflichkeitsfloskel gegenüber anderen Wesen der gleichen Art erinnern sollte, sondern generell das eigene Ich in Relation zu dem Rest der Welt setzt. Und Tiere waren nun einmal schon lange vor dem Menschen auf dieser Welt, somit sollten wir ihnen, wo immer es geht, ein Vorrecht einräumen.

Nein, es geht nicht nur um Tiere, auch nicht nur um Menschen, auch nicht um Grammatik, sondern über unser Verhältnis zu der belebten Umwelt allgemein und welche Wertschätzung wir dieser Umwelt entgegenbringen und einräumen. Es gibt Menschen, die widmen sich beruflich oder in ihrer Freizeit der belebten Umwelt. Ob diese Menschen im Naturschutz, im Umweltschutz oder im Tierschutz tätig und aktiv sind, ist dabei erst einmal unerheblich. Was diese Menschen jedoch von anderen Mitmenschen unterscheidet, ist ihre Einstellung zum Leben allgemein. Wer im Tierschutz aktiv ist, der ist als Mensch für Tiere da. Anders bei der Mehrheit der Heimtierhalter. Trotz aller Tierliebe, hier sind nur in den seltensten Fällen Menschen für Tiere da, sondern ein Tier wird oftmals erworben, damit es für den Menschen da sein soll. Daran ist vom Prinzip nichts auszusetzen, solange sich daraus ein Miteinander, ähnlich einer Symbiose entwickelt.

Der Mensch in seiner Gesamtheit von Individuen neigt zur Überheblichkeit, das war in der bisherigen kulturellen Entwicklungsgeschichte so und wird sich vermutlich weiter fortsetzen. Ein Umdenken wäre von Nöten, doch leider, nur wenige Menschen sind innerlich dazu bereit. Ob Auerochsen oder Wölfe in großen Teilen von Europa oder Berberlöwen in Afrika, dort wo der Mensch es für angemessen hielt, bejagte er Tiere bis zum Aussterben. Ein Verhalten, dass der Mensch jedoch nicht nur tierischen Spezies entgegen brachte, sondern auch anderen Völkern gegenüber an den Tag legte. Insofern diese Völker sich auf einer anderen Entwicklungsstufe befanden, wurden sie abwertend mit Primitive oder Wilde bezeichnet. Und Tiere, sind Tiere primitiv und Wild und steht der Mensch soweit über ihnen?

Was ist eigentlich ein Tier und wie unterscheiden sich Tiere vom Menschen? Viele einstige Unterscheidungsmerkmale sind in den letzten Jahrzehnten gebröckelt. Denken und Gefühle sind nicht nur dem Menschen eigen, sondern auch im Tierreich anzutreffen. Lange vertrat der Mensch die Meinung, nur ein Mensch könnte Werkzeuge fertigen und gebrauchen. Nun stellten Wissenschaftler bei Experimenten mit Tieren fest, dass selbst Rabenvögel in der Lage sind, einfache Werkzeuge für spezielle Aufgaben zu fertigen. Längere Zeit bereits ist weiterhin bekannt, dass Schimpansen etwa das geistige Niveau von dreijährigen Kindern haben. Die Übergänge sind somit fließend und eine klare Grenze zwischen tierischen und menschlichen Leben gibt es kaum.

Doch überall dort, wo der Mensch sich in den Jahrtausenden seiner Entwicklung ausbreitete und niederließ, vertrieb er entweder andere Lebensformen oder machte sich diese zu Untertanen. Dort wo ein Umdenken unerlässlich wurde, billigte er landbewohnenden Tieren maximal Reservate und Naturschutzgebiete zu. Bei den in den Ozeanen lebenden Tierarten beschränkte der Mensch es auf Fangverbote und Reglementierungen. Auf der anderen Seite richtet er riesige Teleskope gegen den Himmel, in der Hoffnung mit außerirdischen Lebensformen Kontakt aufnehmen zu können. Sicherlich ein Traum, doch wie würden außerirdische Intelligenzen reagieren, wenn diese über ähnliche charakterliche Schwächen wie der Mensch verfügen sollten und den Menschen auch nur als primitive Lebensform einstufen würden? Müssten wir dann vielleicht eines Tages in Reservaten leben, ohne jegliches Vorrecht gegenüber anderen heimischen Lebensformen? Zumindest würde sich dann die Frage Tier oder Mensch erübrigen.
 

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