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Wissenswertes
über Warane
Erscheinungsbild, Ernährung und Arten
Warane sind berühmt. Ihre geschmeidigen Bewegungen im einen, und ihre
blitzschnellen Angriffe im andern Moment geben diesen Tieren eine Anziehungskraft die
unter den Reptilien höchstens noch von Schlangen übertroffen wird.

© Zoonar / Dirk Rüter
Ein Nilwaran am Ufer des Okavango in Botswana |
Warane sind die
größten und ältesten Echsen der Welt. Seit 180 Mio. Jahren bevölkern sie die Erde. Es
gibt ca. 60 Arten, die fast alle Lebensräume erobert haben. Sie leben im Wasser, auf dem
Boden, auf Felsen und in den Bäumen. In erster Linie sind sie in Australien und Süd-
Südostasien zu finden, ein paar Arten auch in Afrika. Warane gehören zu den Reptilien
und sind, bis auf wenige Ausnahmen, Fleischfresser. |
Die Lebenserwartung von Waranen kann nicht genau bestimmt werden. Bei
den meisten Arten gehen Forscher von 8 bis 12 Jahren aus. Der Komodo-Waran hingegen, kann
40 bis 50 Jahre alt werden.
Erscheinungsbild
Mit ihrem langen Nacken und ihrem spitzen Kopf mit den gut sichtbaren
Ohröffnungen gleichen Warane dem mythologischen Drachen. Ihre Größe variiert vom
bekannten Komodo-Waran mit 3m Körperlänge und einem Gewicht von 100-150kg, bis zum
Zwerg-Waran, der mit 20 cm und 20gr zum kleinsten seiner Gattung gehört.
Der Waran-Körper ist, je nach seiner Art, von kleinen, gefärbten Schuppen bedeckt. Ihr
langestreckter Rumpf und ihr Schwanz, der den Großteil ihrer Körperlänge ausmacht, sind
ebenfalls typisch. Den Rumpf können sie durch Spreizung der Rippen verbreitern. Dies
dient der schnelleren Erwärmung bei einem Sonnenbad und als Drohgebärde um imposanter zu
erscheinen.
Der Waran besitzt eine fleischige, lange Zunge, die in zwei Spitzen unterteilt ist. Sie
dient ihm als Tast- und als Riechorgan, um Geschlechtspartner und vor allem Beutetiere zu
finden. Genau wie Schlangen können sie mit geschlossenem Mund züngeln.
Warane besitzen einen äußerst starken Kiefer und messerscharfe, nach hinten gebogene
Zähne mit denen sie ihre Beute zerfetzen.
Ernährung
In ihrer Ernährung sind Warane nicht sehr wählerisch. Wirbeltiere
aller Art, von Hirschen! bis Schlangen (sogar Giftschlangen) jagen sie aktiv. Aas, Eier
und Insekten gehören ebenfalls zu ihrer Nahrung und auch vor eigenen Artgenossen machen
sie nicht halt. Jungtiere verbringen oft ihre ersten Lebensmonate in Bäumen um sich vor
kannibalischen Übergriffen durch ihre Verwandten zu schützen.
Da Warane in Gefangenschaft nicht auf die Jagd gehen können, muss man darauf achten, dass
ausgewachsene Tiere durch Überfutterung nicht verfetten. Jungtiere hingegen brauchen
häufig Futter, da sie sich im Wachstum befinden. Warane wachsen sehr schnell, was beim
Bau oder Kauf eines Terrariums unbedingt bedacht werden sollte.
Terrarienhaltung
Nicht alle Warane sind für ein Terrarium geeignet. Groß-Warane
benötigen viel Platz und sind zudem meistens sehr aggressiv. Auf ihre Haltung sollte man
verzichten. Bei den mittleren und kleineren Arten ist gegen die Haltung in Gefangenschaft
nichts einzuwenden. Die Auswahl der Waran-Art sollte nach der Größe des zur Verfügung
stehenden Terrariums erfolgen.
Hier ein paar Waran-Arten, die für die Haltung geeignet sind:
Der Smaragd-Waran. Er lebt überwiegend auf Bäumen und ist ein kleinerer
Genosse seiner Art. Er ist dem Menschen gegenüber verträglich und kommt mit einem
Terrarium von 200cm x 80cm x140cm aus. Diese Tiere werden besser einzeln gehalten, da sie
untereinander meistens unverträglich sind. Das Terrarium sollte mit Erde, Rindenmulch und
sehr viel Geäst für ausgiebiges klettern ausgestattet sein. Da diese Tiere im tropischen
Regenwald beheimatet sind, sollte die Luftfeuchtigkeit, je nach Tages- oder Nachtzeit 60%
bis 90% und die Temperaturen 25°C bis35°C betragen. Smaragd-Warane ernähren sich in
erster Linie von Heuschrecken, anderen Insekten und jungen Mäusen.
Der Zwerg-Waran ist ebenfalls gut für das Terrarium geeignet. Er
benötigt einen Raum von mind. 1m2 und sollte unbedingt alleine gehalten werden, da
Zwerg-Warane untereinander sehr aggressiv sind. Die Einrichtung des Terrariums sollte in
erster Linie aus Kies und Felsen mit Höhlen und Sonnenplätzen bestehen. Zwerg-Warane
ernähren sich ebenfalls von Insekten und kleinen Mäusen.
Der Weißkehl- oder Kap-Waran gehört zu den größeren Exemplaren seiner
Gattung. In freier Wildbahn erreicht er eine Durchschnittslänge von 100cm-140cm. Sind sie
in Gefangenschaft, bleiben sie mit 75cm deutlich kleiner. Wenn das Terrarium mind. 10m2
groß ist, können mehrere Tiere als Gruppe gehalten werden. Sie ernähren sich von
Vögeln, Säugetieren, anderen Echsen und Aas.
Der bis zu 120cm große Dumeril-Waran kommt aus den Sumpflandschaften und
Wäldern Indonesiens. Er gilt als friedlich und ist im Terrarium gut zu halten. Zu seinen
Lieblingsspeisen gehören Krebse und Krabben, aber auch Aas, Säugetiere und Vögel
verschmäht er nicht.
Es gibt noch viele weiter Arten die für die Haltung geeignet sind. Es gilt: Für welche
Art sie sich auch entscheiden, die Anschaffung eines Warans soll gut überlegt sein. Es
erfordert Pflege und Beschäftigung mit dem Tier, damit der Waran ein artgerechtes und
gutes Leben führen kann.
CITES - Das Washingtoner Artenschutzabkommen
Warane sind sehr beliebt und durch die willkürliche Entnahme aus der
Natur in ihrem Bestand gefährdet. Um sicher zu gehen, dass es sich um ein legales Tier
handelt, sollten sie beim Kauf unbedingt die CITES-Bescheinigung ausgehändigt bekommen.
Diese Bescheinigung stellt praktisch den Personalausweis des Tieres dar. Sie muss beim
Wechsel des Besitzers weiter gegeben werden.
Quelle: CW / heliokatzmann
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