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Wissenswertes über Chamäleons

Verhaltensweisen, Ernährung und Terrarienhaltung

Die faszinierende Eigenschaft der Chamäleons, nahe zu nahtlos ihre Farbe wechseln zu können, hat zwei Verwendungszwecke. Zum einen dient der Farbwechsel der Kommunikation mit Artgenossen und zum anderen zur Tarnung. Die Tarnung, bei der die Bewegungsstarre mit der Fähigkeit des Farbwechsels kombiniert wird, nennt man Mimese.

Ein Panter Cameleon in Madagaskar
© Zoonar / tanala
Ein Panter Cameleon in Madagaskar

Chamäleons kommen mit einer grünen, bräunlichen oder schwarzen Farbgebung vor; dementsprechend sind dunkle Äste und Zweige, sowie Gräser und Blattwerk zur Tarnung besonders geeignet.
Bei der Mimese verfällt das Chamäleon in eine Starre und nimmt die Farbgebung der Umgebung an, wobei aufgrund der Körperform und der Schuppenstruktur die Tiere kaum von Blattwerk, Gräsern oder Ästen zu unterscheiden sind.

Ein weiterer Abwehrmechanismus der Chamäleons ist die Thanatose. Darunter versteht man, dass sich Chamäleons, wenn sie sich von Feinden beobachtet fühlen, tot stellen und in eine Starre verfallen. Außerdem lassen sie sich bei Berührung fallen und sind auf natürlichem Boden dann nicht mehr von ihrer Umgebung zu unterscheiden. Zusätzlich drehen sich die Tiere im Fall auf den Bauch, da der Rücken zum einen besser zur Tarnung geeignet ist und die Schuppen außerdem einen zusätzlichen Schutz vor Verletzungen bieten.

Chamäleons ernähren sich hauptsächlich von kleinen Insekten und kleineren Wirbeltieren. Einige Arten fressen zusätzlich auch gelegentlich Früchte oder Gemüse. Ihre Beute fangen Chamäleons mit Hilfe ihrer Zunge. Diese so genannte Schleuderzunge ist im Kehlsack am Zungenbein zusammengezogen und nicht, wie oft angenommen wird, aufgerollt. Beim Beutefang spannen sich die Zungenmuskeln an und die Zunge wird zielgenau herausgeschleudert. Diese Zielgenauigkeit und die ungeheuerliche Schnelligkeit dieses Vorgangs macht es der Beute unmöglich zu fliehen. An der Zunge befindet sich ein Sekret, das dafür sorgt, dass die Beute an der Zunge haften bleibt; außerdem umschlingt das Chamäleon sein Opfer mit der Zungenspitze.

Chamäleons sind absolute Einzelgänger, die ein sehr ausgeprägtes Revierverhalten haben. Bei Terrarienhaltung sollte man daher entweder nur ein einzelnes Tier halten, oder jedoch ein Männchen mit, dann jedoch mehreren, Weibchen. Das Zusammenleben zweier Männchen führt zu erbitterten Revierkämpfen. Weiterhin ist bei der Haltung im Terrarium auf den Lebensraum der Chamäleons Rücksicht zu nehmen. Chamäleons sind Baumbewohner, dementsprechend sollte das Terrarium hoch (mind. 1,50m) sein und viele Äste, Zweige und Blattwerk aufweisen. Vor allem die Blätter dienen der Aufrechterhaltung der Luftfeuchtigkeit, die immer um die 60% betragen sollte. Bei der Fütterung ist zu beachten, dass Chamäleons hauptsächlich lebende Insekten fressen und stehendes Wasser nicht erkennen. Hier muss das Wasser direkt (zum Beispiel über eine Pinzette) gegeben werden.

Quelle: CW / Niccolina

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