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Agamen als Heimtiere

Bartagamen, Wasseragamen und andere ...

Alle Terrarientiere sind keine Haustiere im üblichen Sinne. Agamen bilden in dieser Beziehung keine Ausnahme. Da kleinere und größere Wirbeltiere in vielen privaten Haushalten in Terrarien und Aquarien gehalten werden, handelt es sich bei einigen Vertretern hingegen schon um Heimtiere. Zu diesen Heimtieren zählen auch einige Spezies von Agamen, die seit Generationen in menschlicher Obhut gezüchtet und vermehrt wurden. Zu Haustieren wurden diese Heimtiere bisher dennoch nicht.
Bei einem domestizierten Haustier wurde einst der evolutionäre Prozess durch den Menschen unterbrochen. Das Ziel und der Sinn dieser Unterbrechung bestand darin, fortan nach menschlichen Ermessen bestimmte züchterische Kriterien als Maß aller Dinge bei der Partnerwahl der Tiere anzusetzen, um so die Arten gezielt in ihrem Erscheinungsbild, in ihrer Leistung oder in ihrem Verhalten zu verändern. Das Ergebnis ist zuweilen überdeutlich offensichtlich, vielen Haustieren ist ihre natürliche Abstammung kaum noch anzusehen.

Portrait einer grünen Wasseragame
© Zoonar / Foto: Andreas Rose
Portrait einer grünen Wasseragame

Bei vielen Arten von Zierfischen wurde eine ähnliche Auswahl bei der Zucht getroffen, mit dem Ziel, dass diese Arten in Form und Farbe ihre wild- lebende Verwandten übertreffen sollten. Ein Trend, der bei Reptilien nicht oder noch nicht in diesem Umfang eingesetzt hat.
Noch ein weiterer Umstand spricht dafür, dass Agamen keine Haustiere im üblichen Sinne sind. Anders als bei allerlei anderem Getier in Haus, Hof und Garten, welches mitunter seit Jahrtausenden domestiziert wurde, sind Agamen alles andere als Schmuse- oder Kuscheltiere und bauen keinen sozialen Kontakt zum Menschen auf. Hühner und einige weitere Haustierarten sind allerdings ebenfalls keine Kuscheltiere, ein sozialer Kontakt zum Menschen baut sich ebenso wenig auf und dennoch zählen Hühner zu den Haustieren. Wie es das Beispiel zeigt, so ist eine Abgrenzung zwischen Haustieren, Heimtieren, Nutztieren und Wildtieren nicht immer ganz einfach.

Es sei angemerkt, einige Agamen stellen hohe Anforderungen an ihre Ernährung, sowie an ihr Heim und an die klimatischen Verhältnisse in selbigen. Dessen sollte sich jeder zukünftige Terrarianer bewusst sein, bevor er sich erstmals ein Terrarium zulegt, um sich in seiner Freizeit der Haltung und Pflege von Agamen zu widmen.
Weiterhin sollte es niemals das Ziel eines Terrarianers sein, gleich ob es sich um Agamen oder andere Reptilien handelt, unbedingt eine bestimmte Spezies zu besitzen, welche bisher kaum in menschlicher Obhut gezüchtet wurde. Jeder Mensch, der über ein Mindestmaß an Liebe zur Natur und zu Tieren verfügt, sollte sich mehr für den Erhalt von natürlichen Lebensräumen einsetzen, um diese Tiere in der freien Natur beobachten zu können, statt hinter einer Glasscheibe in seiner eigenen Wohnung. Reptilien sind keine Gegenstände zum Sammeln oder zum Repräsentieren.

Auf der anderen Seite liegt es dem Menschen vermutlich in den Genen, sich Tiere und Pflanzen ins Heim zu holen. Dieser Wunsch nach etwas Natur in den eigenen vier Wänden ist kaum jemanden fremd und kein Trend der Neuzeit. Es fängt beim Blumenstrauß an, setzt sich über immergrüne Zimmerpflanzen fort und endet bei den unterschiedlichsten Heimtieren. Eher ist ein anderer Zusammenhang erkennbar. Je mehr der Mensch sich räumlich durch die voranschreitende Urbanisierung von der Natur entfernt, um so mehr zieht es ihm in seiner Freizeit wieder in die Natur hinaus. Auch der Wunsch sich das eine oder andere Heimtier zu halten, verkörpert oftmals nur das Bedürfnis von ein wenig Natur umgeben zu sein. So besehen kann die Terraristik und das Halten von Reptilien ein Hobby sein, dass zur innerlichen Balance beiträgt.

Mehr über Agamen als Wildtiere und als Heimtiere, sowie über das Halten, die Fütterung und Pflege von Bartagamen, Wasseragamen und einigen weiteren Vertreten dieser Reptilienart, haben wir auf den weiteren Seiten für Sie zusammen gestellt.


Übersicht Agamen:

» Wissenswertes über Agamen
» Indische Felsenagame / Psammophilus dorsalis


Hinweis: Jeder der beabsichtigt sich Heimtiere zu halten, sollte sich seiner hohen Verantwortung gegenüber diesen Tieren bewusst wird. Ein Tier ist schnell erworben, doch was ist, wenn man sich dieses Tieres nach Wochen, Monaten oder Jahren überdrüssig wird? Wissen Sie zum Beispiel, wie alt Agamen bei guter Pflege werden können und wie das erforderliche Futter beschaffen sein sollte? Auf einige Fragen finden Sie sicherlich hier eine Antwort, auf alle hingegen längst nicht. Unser Tipp, vertiefen Sie sich vor der Anschaffung von Reptilien unbedingt in geeignet Fach- und Sachliteratur, nur so können Sie Haltungsfehler vermeiden und den Tieren ein der Art entsprechendes Heim bieten.
 

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