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Erlebnisse mit Wellensittichen

- Autorin: Tamara Vogel -

Anfang 2006 entschied ich mich dazu einen Wellensittich aufzunehmen. Nach gründlicher Recherche diverser Sittichbücher und Heimtierratgeber suchte ich, gemeinsam mit meiner Familie, verschiedene Zoohandlungen auf. Dabei stellte ich fest, dass viele Wellensittiche zusammengepfercht in Käfigen kauerten. Genau aus diesem Grund wollte ich es besser machen und besorgte mir einen geräumigen Käfig. In der letzten Zooabteilung angekommen entdeckte ich einen leicht zerzausten, schon fast zutraulichen, grün- gelben Wellensittich. Ich beobachtete das kleine Tier noch eine Weile und entschied mich schließlich für seinen Kauf. Am 18. 02. 06 war es dann auch soweit: Jimmy Summer zog bei uns zu Hause ein. Im Zoogeschäft erklärte man uns, dass man die Ringnummer der Wellensittiche notieren muss, um jederzeit den Aufenthaltsort des Tieres ausfindig machen zu können.

Gleich am ersten Abend geschah etwas Spektakuläres. Obwohl Jimmy erst gegen Nachmittag sein neues Domizil erreichte, wirkte er sehr zutraulich und kam bereits auf den Finger! Dies war ein großer Vertrauensbeweis und zeigte mir deutlich, dass ich mich für den richtigen Vogel entschieden hatte.
In den darauffolgenden Tagen inspizierte Jimmy unsere Wohnung und setzte sich liebend gerne auf Gardinenstangen, um zum Fenster herauszuschauen. Dabei zwitscherte er zufrieden und balzte drauf los, wenn sich andere Vögel auf der Fensterbank niederließen. Mein Wellensittich freute sich besonders auf frisches Gemüse, wie beispielsweise Salatblätter oder Gurkenscheiben.
Aber eines erfreute das kleine Wellensittichherz noch mehr: baden! Jimmy liebte es in kleinen Wasserschüsseln zu planschen und sich sein Gefieder nass zuspritzen. Außerdem verstand er sich prächtig mit meinem grau- weißen Meerschweinchen Stella DeVille. Die beiden saßen des öfteren zusammen auf dem Tisch und teilten sich Möhren oder Vogelmiere. Die Tierliebe ging sogar soweit, dass Jimmy Stella in ihrem Käfig besuchte und beide gemeinsam aus einem Napf speisten.

Allerdings stellten wir nach einiger Zeit fest, dass unser Meerschweinchen Stella keinen Artgenossen ersetzen konnte. Als wir uns dann schließlich für den Kauf eines weiteren Wellensittichs entschieden hatten, geschah etwas völlig unerwartetes: meine Mutter brachte von ihrer Arbeitsstelle einen ausgesetzten Standardwellensittich mit.
Nun fragten wir uns allerdings, ob sich die beiden Vögel verstehen würden. Schließlich lebte Jimmy bereits ein paar Wochen alleine und wir wussten auch nicht, welche Erfahrungen der neue Wellensittich schon gemacht hatte. Um ihn an sein neues Heim zu gewöhnen, hielten wir die beiden vorerst in getrennten Käfigen und gewöhnten sie behutsam und langsam aneinander. Dann nannten wir unseren neuen Vogel Andi.
Schnell wurde uns bewusst, dass alle Sorgen und Ängste vollkommen unbegründet waren, denn die beiden Wellensittiche verstanden sich auf Anhieb. Uns fiel bei Andi, unserem neuen Wellensittich, gleich etwas ungewöhnliches auf: ein Teil seiner Schwungflügelfedern fehlten und sind auch nicht mehr nachgewachsen. Aus diesem Grund kann er nicht mehr fliegen, sodass wir ihn mit in den Garten nehmen können, wo er die Natur genießen kann. Auch wenn Jimmy dann neidisch zwitschernd aus dem Fenster schauen muss.
Von nun an waren die beiden unzertrennlich. Sie saßen dicht beisammen auf einer Käfigstange und fütterten sich gegenseitig. Selbst wenn man Jimmy und Andi auf den Finger nahm, waren sie immer zusammen und wichen sich nicht von der Seite. Später kauften wir auch noch einen kleinen Vogelspielplatz, auf dem die beiden schaukeln und klettern konnten. Das war ein großer Spaß für die zwei.

Schließlich stellten wir fest, welche enorme Bedeutung das Wort "Schwarmvogel" hat. Wellensittiche sollte man niemals alleine halten, weil sie sich nur gemeinsam wohlfühlen. Wir können nur von Glück sagen, dass wir den perfekten Partner durch Zufall gefunden haben. Außerdem ist es wichtig Vögeln, die in Käfigen leben, ihren täglichen Freiflug zu ermöglichen. Nur so fühlen sich die Tiere nicht eingeschränkt und werden artgerecht gehalten. Dazu kommt noch, dass sie wenigstens in Volieren leben sollten. Natürlich ist es auch erwähnenswert, dass Vögel täglich Wasser und Futter, wie Körner und frisches Obst bekommen müssen. Abschließend ist zu sagen, dass meine Wellensittiche ein besonderes Verhältnis zu mir haben. Wer der Meinung ist, dass Tiere, die zusammen leben, weniger zahm sind, der sei durch meine Erfahrung eines besseren belehrt. Ich pflege eine spezielle Freundschaft zu meinen Vögeln und wir verbringen viel Zeit gemeinsam.
 

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