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Die mit den Kaninchen sprach....

- Autorin: Anita Römgens -

Medizin ist ein wunderbares Thema. Einfach faszinierend. Ein unglaublich weites Feld. So gibt es leichte Krankheiten, chronische Krankheiten und eingebildete Krankheiten.

Und das auch bei Tieren. Wie jeder weiß, haben sie ihre eigenen Ärzte, es gibt Diätfuttermittel und auch Wellness wird für die kleinen Lieblinge angeboten. So weit so gut. Was wohl weniger bekannt ist: Tiere haben sogar ihre eigenen Geistheiler. Wirklich. Mann nennt sie Tierkommunikatoren.

Was ist eigentlich ein Tierkommunikator? Hört sich ja ganz dolle an. Vereinfacht gesagt, er spricht mit Tieren. Nun höre ich die Tierfreunde unter Euch aufhorchen. Ah, mit Tieren sprechen. Das kennen wir ja. So wie Monty Roberts. Oder die Hundenannys aus dem Fernsehen. Eigentlich keine schlechte Idee. Viele Menschen schaffen sich Tiere an, ohne etwas von ihnen zu verstehen. Was zwangsläufig zu Verhaltensauffälligkeiten führt. Die gelangweilte Katze zerkratzt die Möbel, der verängstigte Hund schnappt nach Herrschen und so weiter und so fort. Da braucht man jemand der sich auskennt. Keine Frage. Leider sind Tierkommunikatoren von einer solchen Arbeit mit den vierbeinigen Lieblingen so weit entfernt wie Georg W. Bush vom Friedensnobelpreis.

Diese Menschen haben eine einmalige Gabe. Sie sprechen mit Tieren. Auch mit verstorbenen. Oder mit den Fotos der kleinen Lieblinge. Es soll sogar welchen gebe, die sich mit der Schildkrötensuppe aus der Dose unterhalten. Aber das ist wahrscheinlich nur ein Gerücht.

Natürlich ist dies eine sehr anstrengende Tätigkeit. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie das schlaucht. Dagegen ist malochen auf einer Baustelle gar nichts. Deswegen hat es auch seinen Preis. Acht Fragen kosten bei einigen Kommunikatoren stolze 50,00 €.

Zum Vergleich. Mein Tierarzt, der auch Heiligabend für meinen kranken Hund da war, der teilweise sehr unangenehme Arbeiten wie einen Einlauf an meiner Katze durchführte, verdient deutlich weniger. Schon mal einen Einlauf bei einer Katze gemacht? Nicht so schwer, wie mit toten Tieren zu reden. Auf gar keinen Fall.


Nun ist es aber sehr schwierig mit besagtem Gläubigen zu diskutieren. Oder ihnen den Unsinn auszureden. Schließlich bekommen sie für ihr Geld viel geboten. Und zwar sehr befriedigende Antworten. Ja das Tier liebt sie. Ja, dass tote Tier vermißt sie. Aber über ein wenig mehr Chappie und längere Spaziergänge wäre Fiffi auch nicht gerade unglücklich gewesen. Wer kann diesen Weisheiten schon widersprechen? Ich nicht.

Aber, wie sagt man so schön, mit Verrückten soll man sich nicht streiten. Und schon gar nicht mit Verrückten, die viel zu viel Geld haben. Das tue ich auch nicht.

Es gibt also nur eine Reaktion. Clever sein und die Hand aufhalten. Hiermit biete ich also meine Hilfe an. Für nur die Hälfte des Geldes! Ein echtes Schnäppchen, sozusagen. Ferndiagnosen sind auch kein Problem. Ihr könnt mir ruhig ein Bild Eures Schnitzel schicken, ich sage Euch, was das Schwein in seinem Leben so gedacht hat. Da ich mit Schweinen aufgewachsen bin, ist das für mich ein Kinderspiel.

Wie höre ich jetzt einen Aufschrei des Entsetzten? Wieso? Sind Schnitzel... äh... Schweine keine Tiere? Und was ist mit den Hühnern in der engen Käfighaltung? Haben die keine Seelen? Tierkommunikatoren und ihre Anhänger sind wahrscheinlich Veganer. Habe ich ganz vergessen. Mein Fehler.

Nun muss ich leider mit dem Schreiben aufhören. Meine Katze schreit nach mir. Ohm, Ohm, Ohm, Tief in Gedanken versunken..... Was will sie nur, was will sie nur? Endlich baut sich eine Kommunikation mir ihr auf. Ich kann sie fühlen. Da, da, gleich habe ich es. Ja, jetzt ist es mir klar. Das arme Tier will sein Futter haben. Und nach dem Mauzen zu urteilen: Sofort!


Kurzvita:

Anita Römgens

Die Autorin ist auf einen kleinen Privat-Öko-Hof groß geworden mit Schafen, Rindern, Schweinen, Katzen, Hunden, Pferden, Puten, Tauben, Hühnern, Wellensittichen, Kanarienvögeln, Gänsen, Ziegen usw. usw. Sie hat in ihrer Jugend sehr intensive Gespräche mit den o.g. Tieren geführt und ist durch Weiterbildung in verschiedenen Tiersprachen durchaus in der Lage sich auf höchstem Niveau mit einem tibetanischem Lama zu unterhalten.
 

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