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Definition Nützlichkeitsdenken

- Warum Menschen und Tiere das tun, was sie tun -

Zur Nützlichkeit des Menschen und der Tiere sei bemerkt, diese Definition des Nützlichkeitsdenkens entspricht keiner wissenschaftlichen Studie oder auch keiner vergleichbaren wissenschaftlich fundierten Aussage, sondern beruht nur auf einer rein philosophischen Betrachtungsweise des Autors. Davon ausgehend, dass ein gewisses Maß an Nützlichkeitsdenken dem Menschen vermutlich, so wie im übrigen jedem belebten Wesen, bereits angeboren ist, bestimmt der Nutzwert einer Handlung darüber, ob er diese Handlung vollzieht oder nicht. Handlungen, die keinen Nutzen für ein tierisches oder menschliches Individuum als Belohnung versprechen, werden praktisch nicht verrichtet. Die Belohnung für die Ausübung einer Handlung muss erkennbar sein, erst diese Erkennbarkeit steuert die Motivation für eine Handlung. Die Belohnung kann dabei von materiellen oder immateriellen Wert sein, oftmals auch nur in der Form, einen unliebsamen Zustand zu beenden, bzw. vorzubeugen.

Nicht immer ist dieses Nützlichkeitsdenken klar erkennbar. Um im Tierreich zu beginnen, ein Vogel würde seine Energie nicht aus reiner Lust am Fliegen vergeuden. Immer muss mit dem Energieverbrauch, durch Flug und Bewegung, auch ein Nutzwert für das Individuum verbunden sein.

Nur der Vogel denkt nicht, sondern handelt instinktiv und dennoch handelt es sich hier eher um ein auf Nützlichkeit ausgerichtetes Verhalten. Die Nützlichkeit bzw. Nutzwert kann der Nahrungsaufnahme dienen, der Erhaltung des Reviers, der Weitergabe von Genen, oder der Befriedigung von anderen Trieben.

Beim Menschen ist dieses Verhalten leicht selbst für jeden Einzelnen nachprüfbar. Bei jeder Handlung, die ein Mensch tätigt, braucht sich selbiger nur die Frage zu stellen, warum er diese Handlung tätigt. Wer sich hierzu einen Notizzettel auf den Nachtisch bereit legt, sollte sich als erstes des Morgens nach dem Erwachen die Frage stellen, warum er ein Bein aus dem Bett bewegt. Die Gründe hierfür können vielfältig sein, zum Beispiel um als Belohnung keinen Harndrang mehr zu verspüren. Vielleicht auch, um wenig später den Weg zur Arbeit anzutreten oder um sich als Belohnung einen schönen Tag zu machen. Doch auch der Weg zur Arbeit verspricht eine finanzielle Belohnung am Monatsende. Stimmt diese finanzielle Belohnung nicht mit der aufgewendeten Energie überein, bekommt kaum ein Mensch ein Bein aus dem Bett. Ausnahmen gibt es, zum Beispiel, weil die finanzielle Seite nicht als ausschlaggebende Belohnung betrachtet wird, sondern der soziale Kontakt mit anderen Menschen oder berufliches Vorwärtskommen als Belohnung betrachtet wird. Ohne den geringsten finanziellen oder sozialen Vorteil, würden sich normal veranlagte Menschen jedoch nach dem Wasserlassen und Frühstücken vermutlich wieder zu Ruhe legen.

 

Somit lässt sich behaupten, erst durch das Nützlichkeitsdenken wird eine Motivation beim Menschen ausgelöst, um eine Handlung zu tätigen. Die Motivation ist wiederum an ein auf Belohnung ausgerichtetes Ziel gebunden. Ist beides für den Menschen bei einer von ihm erwarteten Handlung nicht erkennbar, so wird er diese Handlung nicht ausführen, es sei denn aus Gefälligkeit. Die Ausführung einer Gefälligkeit, die eigentlich nicht seinem Nützlichkeitsdenken entspricht, ist jedoch auch wieder mit einer erwarteten Belohnung verbunden, zum Beispiel in Form von Lob oder Annerkennung. Werden Gefälligkeiten jedoch ausgeführt, die weder dem eigenen Nützlichkeitsdenken entsprechen, noch mit einer Belohnung in anderer Form verbunden sind, so kann die Belohnung auch in der anschließenden Ruhe vor Mitmenschen liegen. Ist auch diese Ruhe nicht gegeben und bestimmen diese Gefälligkeitshandlungen mehr als das Nützlichkeitsdenken das Tun und Handeln eines Menschen, so wird dieser Mensch früher oder später in einer seelischen Krise enden.

Folglich, stimmen die Handlungen eines mehrheitlich nicht mit seinem Nützlichkeitsdenken überein oder erkennt er in seinen Handlungen stetig keine Nutzen für sich, leidet seine Psyche mit der Zeit erheblich unter diesen Widerspruch zwischen seinen Handlungen und deren Nützlichkeit.

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