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Meerschweinchen Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlung

Meerschweinchen gehören zu den beliebtesten Nagetieren in Deutschland, besonders Kinder erfreuen sich ab einem gewissen Alter über die kleinen, niedlichen Zeitgenossen. Wie bei jedem Lebewesen gibt es auch bei Meerschweinchen Krankheiten, die man nicht immer verhindern kann. Es gibt verschiedene Meerschweinchen Krankheiten die bei den kleinen Nagetieren mehr oder weniger häufig auftreten, die bekanntesten Symptomatiken werden im Folgenden vorgestellt.

Atemwegserkrankungen

Erkrankungen der Atemwege können nicht nur bei Menschen vorkommen, auch Meerschweinchen können sich einen Schnupfen oder eine allgemeine Atemwegsinfektion zuziehen. Der Schnupfen eines Meerschweinchens ist ansteckend für Artgenossen, daher sollte ein erkranktes Tier möglichst separat gehalten werden. Für Meerschweine ist der Schnupfen eine sehr gefährliche Krankheit, da sich bei etwa 60% der aller erkrankten Tiere eine Lungenentzündung entwickelt, die für den kleinen Nager tödlich sein kann.

Ursachen für Atemwegserkrankungen

Einen Schnupfen holen sich viele Meerschweinchen durch eine unangemessene Umgebung, Ansteckungen in einer Tierarztpraxis etc. kommen nur selten vor, da die Tiere nur selten mit fremden Artgenossen in Kontakt kommen. Ein häufiger Grund für Atemwegserkrankungen ist eine hohe Luftfeuchtigkeit in Kombination mit Zugluft, aber auch sehr staubige Räume können die Atemwege reizen.

Symptome von Atemwegserkrankungen

Der Schnupfen kündigt sich beim Meerschweinchen meist durch Niesen an, das allgemeine Wohlbefinden ist zu Beginn der Meerschweinchen Krankheit noch nicht betroffen. Jetzt ist die beste Zeit für einen Tierarztbesuch, noch kann bei entsprechender Medikamentengabe eine Lungenzündung verhindert werden. Im fortgeschrittenen Stadion kommt eitriger Ausfluss aus der Nase hinzu und die Haare an den Beinchen verkleben durch das Nasensekret. Wenn das Tier anfängt den Kopf schief zu halten, ist zu dem Schnupfen eine Mittelohrentzündung im Rahmen der Meerschweinchen Krankheit hinzu gekommen, das Tier liegt meist sehr schwach im Käfig, da eine Ohrenentzündung starke Schmerzen verursacht. Wenn keine Behandlung erfolgt, werden auch die lebenswichtigen Organe wie Herz, Lunge und Nieren angegriffen und das Meerschweinchen kann sterben.

Behandlung von Atemwegserkrankungen

Die Heilungschancen bei Atemwegserkrankungen richten sich maßgeblich nach dem Zeitpunkt des Behandlungsbeginns, je früher der Tierarzt aufgesucht wurde, desto besser ist die Prognose für das Tier. Als Mittel erster Wahl werden Antibiotika gegeben, allerdings vertragen Meerschweinchen prinzipiell kein Penicillin. Viele erkrankte Tiere versterben allerdings an einer Atemwegsinfektion, da die Erreger sehr hartnäckig sind und kaum eine vollständige Ausheilung erreicht werden kann. Durch die Therapie mit Antibiotika kann der aktuelle Zustand allerdings verbessert werden und viele Meerschweinchen leben noch einige Monate beschwerdefrei, bevor die Krankheit erneut ausbricht.
 

Haar- und Hauterkrankungen beim Meerschweinchen

Die kleinen Nagetiere sind sehr reinlich, aufmerksame Beobachter haben sicher schon feststellen können, dass das Meerschweinchen regelmäßig sein Fell putzt und dabei sehr akribisch vorgeht. Gesundes Meerschweinfell erkennt man daran, dass es dicht anliegt und glänzt, wenn die Haare struppig erscheinen und möglicherweise Haarausfall auftritt, dann liegt höchstwahrscheinlich eine Hauterkrankung vor. Die Ursachen können verschieden sein, allerdings werden Haut- und Haarstörungen meist durch Parasiten ausgelöst, Haarlinge und Milben sind besonders häufig beim Meerschweinchen vorzufinden. Der Tierarzt wird dem Tier ein Mittel gegen Pilze oder Parasiten spritzen und möglicherweise noch ein Pulver gegen den Juckreiz auf dem Körper des Tieres aufbringen.
 

Meerschweinchenerkrankung Kokzidiose

Bei der Kokzidiose handelt es sich um einen Parasitenbefall der Verdauungsorgane, die einzelligen Kokzidien werden oftmals durchs Futter aufgenommen, selbst Spezialfutter aus dem Zoohandel kann befallen sein. Die ersten Symptome eines Befalls mit Kokzidien ist eine allgemeine Fressunlust und Durchfall. Bei derlei Symptomen sollte generell der Tierarzt umgehend aufgesucht werden, da jede Erkrankung das Immunsystem des Tieres schwächen kann. Der Tierarzt wird bei Verdacht auf einen Kokzidienbefall zunächst eine Kotprobe des Meerschweinchens untersuchen und anschließend eine Behandlung mit Sulfonamiden einleiten. In der Regel überleben die Tiere eine solche Erkrankung problemlos, lediglich bei sehr alten Meerschweinchen und Jungtieren kann es zu einer ausgeprägten Schwäche mit Todesfolge kommen.
 

Allgemeine Verdauungsbeschwerden beim Meerschweinchen

Obwohl sie beim Menschen verhältnismäßig leicht behandelbar sind, gelten Verdauungsstörungen beim Meerschweinchen als häufigste Todesursache überhaupt. Nicht selten ist eine falsche Ernährung schuld an Magen-Darm-Entzündung, Durchfall oder Verstopfung. Meerschweinen fressen sehr gerne grünes Futter, doch einige Sorten können bei Meerschweinchen Krankheiten auslösen. Kohl gehört zu den überhaupt nicht verträglichen Futtermitteln, das Tier bekommt Bauchschmerzen die bis zu einer Kolik führen können. Verdauungsstörungen können nur schwer behandelt werden, rechtzeitiger Kontakt ist bei Meerschweinchen Krankheiten im Verdauungstrakt unerlässlich. Eine Antibiotikagabe ist oftmals kontraindiziert, da Meerschweinchen durch die Medikamente noch stärkere Verdauungsstörungen bekommen können.

Quelle: CW / jess0708

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