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Hausmäuse und Mäuseplage

Wenn Mäuse zur Plage werden

Die Maus ist eigentlich ein sehr possierliches Tier, was nicht zuletzt in den vielfältigsten Kosenamen zum Ausdruck kommt, mit dem nicht nur Hausmäuse bedacht werden, sondern auch liebgewordene Mitmenschen, vor allen dann, wenn diese Mitmenschen zum weiblichen Geschlecht gehören und eine gewisse Altersgrenze noch nicht überschritten haben. Von der kleinen süßen Maus, über die kleine freche Maus bis zu Mausi oder Mausilein, gibt es eine größere Auswahl. Die Weiße Maus in Uniform soll hier, obwohl geschlechtsneutral, nicht vergessen werden. Daneben fand die Maus als gewitztes Wesen Eingang in Fabeln, Comics und Zeichentrickfilmen. Dann, wenn sie jedoch ungebeten unsere Nachbarschaft sucht, wird aus der kleinen süßen Maus oftmals eine Plage. So eine Mäuseplage bringt zuweilen die eingefleischtesten Tierliebhaber so sehr um den Verstand, dass sie diesem possierlichen Tierchen erbarmungslos nach dem Leben trachten.

Hausmaus: Die Hausmaus ist ein typisches Nagetier und hat, wie bei den Nagern üblich, an der Vorderseite des Oberkiefers und Unterkiefers zwei Nagezähne, die stetig nachwachsen. Dafür fehlen den Nagern die Eckzähne und so klaffen auch bei den Hausmäusen zwischen den Nagezähnen und den Backenzähnen jeweils Zahnlücken. Hausmäuse erreichen eine Größe von 7 cm bis über 10 cm, wobei die Färbung ihres Fells zwischen hellbraun bis schiefergrau variiert. Sie kommen in mehreren Unterarten vor, wobei in deutschen Landen die westliche und die östliche Hausmaus anzutreffen sind.

Als Kulturfolger gelang es der Hausmaus sich nicht nur global zu verbreiten, sondern sich auch bestens an die Lebensgewohnheiten des Menschen anzupassen. Je nachdem, wie störend der Mensch in ihrem direkten Umfeld wirkt, ist die Hausmaus mehr oder minder nachtaktiv. In ungestörten Lebensräumen kann sie jedoch durchaus auch zu tagaktiven Verhalten neigen. Die Hausmaus verständigt sich akustisch durch Laute im Ultraschallbereich und ihre Kommunikation mit Artgenossen ist deshalb für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar. Außer der akustischen Kommunikation spielen auch geruchliche Markierungen eine nicht unwesentliche Rolle. Als Lebensgrundlage dienen der Hausmaus, neben Sämereien einschließlich Getreide, auch Insekten und weiterhin so ziemlich alles, was auch dem Menschen an Speisen bekömmlich ist.

Mäuseplage: Die Hausmaus lebt sozial besehen in Familienverbänden und bei bis zu 8 Würfen im Jahr, können diese Verbände eine beachtlich Größe erreichen. Zwar greifen mit der Zeit natürliche Mechanismen ein und bei mangelhafter Versorgungslage oder Überbevölkerung verringern hormonelle Veränderung im weiblichen Organismus die Fruchtbarkeit, doch bis dahin kann der eine oder andere Vorratsspeicher bereits verloren sein. Dem Autor ist hier ein Fall bekannt, da verunreinigten Mäuse nicht nur durch Fraßspuren und Ausscheidungen im Lager gestapelte Tüten mit Maisstärke, welche als Großpackungen für das Bäckerhandwerk bestimmt waren, sondern bauten gleich noch ihre Nester in diesen prall gefüllten Tüten. In ländlichen Speichern für Saatgut werden ähnliche Probleme bestehen, die hohe finanzielle Schäden für den von einer Mäuseplage betroffenen Bauern bedeuten können.

Nicht nur die ländliche Bevölkerung ist zuweilen sehr schlecht auf Mäuse zu sprechen, wenn diese zur Plage werden. Spätestens dann, wenn es zur nächtlicher Stunde in Altbauten hier und dort zu rascheln beginnt, so kann sich diese Art der Ruhestörung zu einer nervlichen Zerreißprobe aufschaukeln. Wenige Hausmäuse können dann bereits einen als Mäuseplage empfundenen Zustand bei den Bewohnern auslösen. Dringen diese niedlichen Wesen dann noch bis in den Bereich der Küche vor, ist es auch um die Hygiene schlecht bestellt, da Mäuse schlimmstenfalls auch Krankheiten übertragen können. Zumindest könnten der Mäusegeruch und die Exkremente einen empfindsamen Menschen den Appetit bereits zum Frühstück kräftig verderben. Spätestens dann wird der eine oder andere Tierfreund nach Lösungen suchen, diese vermeintlichen Mäuseplage einzudämmen.

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