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Ist die
Hausmaus ein Haustier?
Wissenswertes über Hausmäuse und Verwandte
Eine kleine graue Hausmaus, wer kennt sie nicht. Vor allen in
Altbauten, sowie in Lagern und Speichern aller Art, fühlt sie sich wohl. Doch auch in
nahezu allen anderen Bauten ist die Hausmaus ein häufiger Untermieter. Stellt sich eine
Frage, ist die Hausmaus ein Haustier, nur weil selbige in Häusern wohnt? Um diese Frage
zu beantworten, die Hausmaus ist kein Haustier im eigentlichen Sinne. Lediglich ihre
Verwandte, die Farbmaus, ist ein Haustier und wird zunehmend als Heimtier gehalten. Da nur
domestizierte Tierarten als Haustiere bezeichnet werden, so ist die Hausmaus kein
Haustier. Die wildlebende Hausmaus wurde zwar domestiziert, doch domestizierte Mäuse
leben ja nicht mehr wild und schleichen sich nicht mehr heimlich in vom Menschen
errichtete Bauten. Die Hausmaus als Kulturfolger lebt zwar in Häusern und fühlt sich
hier oftmals ziemlich wohl, ein Haustier ist sie jedoch nicht.
Um keine Irrtümer aufkommen zu lassen, nicht in jedem Fall handelt es
sich um Hausmäuse, die uns zuweilen durch leises Rascheln zur nächtlicher Stunde in den
Wahnsinn treiben. So können dem einen oder anderen Fallensteller im häuslichen Bereich
auch Brandmäuse oder Hausspitzmäuse in die Falle tappen.

© Quelle: Zoonar / Foto: Uwe Walz
Eine Hausmaus beim Naschen. |
Zum Verwechseln
ähnlich sehen sich diese Mäusearten jedoch nicht. Beide Arten unterscheiden sich nicht
nur rein äußerlich von der Hausmaus, sondern auch in ihrer Lebensweise. Weiterhin
handelt es sich nur bei der Hausmaus und der Brandmaus um Nagetiere, die kleinere
Hausspitzmaus ernährt sich hingegen von Insekten und ähnlichen Getier. Nachfolgend
sollen die Arten kurz vor- gestellt werden. |
Brandmaus: Die Brandmaus erhielt ihren Namen nicht,
weil sie gelegentlich Brände legt, doch erinnert bei viel Fantasie ihre Linienzeichnung
etwas an einem Kontakt mit verkohlten Materialien. Die Brandmaus ziert ein je nach
Jahreszeit rehbraunes bis graubräunliches Fell. Vom Kopf, über die Rückenpartie, bis
zum Schwanzansatz verläuft eine wenige Millimeter breite schwarze Linie. Die Brandmaus
kommt von Mitteleuropa bis Asien vor, wobei sie im Osten Deutschland häufiger anzutreffen
sein soll und in weiter westlich gelegenen Arealen eher selten in eine Falle tappt. Ihr
natürliches Verbreitungsgebiet soll ohnehin jenseits des Rheins enden.
Brandmäuse sind im Mittel 1 bis 2 cm größer als Hausmäuse und leben in den
unterschiedlichsten Biotopen. So sind sie an Waldrändern ebenso anzutreffen, wie
Gartenanlagen. In menschliche Behausungen zieht es die Brandmaus vor allen in der
winterlichen Jahreszeit. Da Brandmäuse das Klettern scheinbar nicht erfunden haben, so
nehmen sie mit unterirdischen Gängen vorlieb, wenn selbige flach unter der Erdoberfläche
angelegt wurden, sind in Mieten anzutreffen und gelegentlich in Kellerräumen. Besonders
im Frühjahr wissen Brandmäuse tierische Kost zu schätzen, begnügen sich jedoch
ganzjährig auch mit Samen, Beeren, Früchten und anderen genießbaren Speisen.
Brandmäuse sind vorrangig tag- und dämmerungsaktiv, scheuen jedoch auch dunkle Stunden
nicht.
Haussptizmaus: Bei einem anderen Vertreter aus der Mäuseschar, der
gelegentlich in alten Gemäuern, Ställen und Scheuen anzutreffen ist, handelt es sich um
die Hausspitzmaus. Selbige ist nicht direkt mit der Hausmaus und der Brandmaus verwandt,
auch wenn einige Ähnlichkeiten dies vermuten lassen. Doch während die Hausmaus und die
Brandmaus zur Ordnung der Nager gehören, so gehört die Hausspitzmaus zur Ordnung der
Insektenfresser. Rein äußerlich unterscheidet sich die Hausspitzmaus von der Hausmaus
nicht nur durch eine geringere Größe, die etwa nur Zweidrittel der Größe der Hausmaus
beträgt, sondern auch durch die spitzere Form des Kopfes und der rüsselförmigen Nase.
Die rüsselförmige Nase ist mehr oder weniger bei allen Arten von Spitzmäusen ein
Charakteristikum. Die Hausspitzmaus trägt hierzu ein oberseits graubraunes Gewandt.
Von ihren Lebensgewohnheiten her besehen, ist dieses possierliche Tier dämmerungs- und
nachtaktiv, was einige der Art jedoch nicht gänzlich daran hindert, zu anderen
Tageszeiten ihren Geschäften nachzugehen. Doch vor allen dann, wenn die Welt sich mehr
oder weniger in dämmriger Dunkelheit hüllt und nur wenige Lichtstrahlen die Landschaft
erhellen, begibt sie sich auf die Suche nach Insekten, Schnecken, Würmern und ähnlichem
Getier. Und wenn die Hausspitzmaus nicht gerade in von menschlichen Wesen errichteten
Bauwerken ihr Unwesen treibt, so kommt sie auch in Gärten, auf Wiesen oder an
Waldrändern vor, wobei sich das Verbreitungsgebiet sich auf Westeuropa, Mitteleuropa und
Nordwestafrika beschränkt.
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