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Katzen und
ihre Systematik
Die Katze und ihr evolutionärer Stammbaum
Unsere heutigen Hauskatzen stammen mit großer Wahrscheinlichkeit von
der wildlebenden Falbkatze ab. Wer sich unter den Besucher noch etwas mehr mit dem
evolutionären Stammbaum der Hauskatze beschäftigen möchte, welcher gleichzeitig auch
auf alle Rassekatzen zutrifft, für denjenigen Leser möchten wir auf dieser Seite eine
kleine Übersicht über die Systematik der Katzen zusammen stellen.
Eine Vorbemerkung: In der biologischen Systematik werden alle derzeit
bekannten Lebensformen klassifiziert, einschließlich bereits ausgestorbener Arten. Die
Einbeziehung von ausgestorbenen Lebensformen ist insofern unerlässlich, da eine Spezies
anderenfalls keinem evolutionären Stammbaum zugeordnet werden könnte. Am Rande sei
bemerkt, ein weiterer Begriff in der Biologie ist die Taxonomie. Ob der Begriff Systematik
mit dem Begriff Taxonomie gleichgesetzt werden kann, darüber streiten sich bisweilen die
Gelehrten, doch die Beantwortung dieser Frage soll hier kein Thema bilden.
Bei der Systematik der Katzen stehen ganz oben und an erster Stelle in
der Reihe die Landwirbeltiere. Unsere Hauskatze gehört hier bei der weiteren Unterteilung
der Klasse der Säugetiere an. Da diese Einteilung noch viel zu ungenau ist, so folgen
Unterklassen, Überordnungen und Unterordnungen. Als Unterklasse wird unsere Hauskatze den
höheren Säugetieren zugerechnet, als Überordnung den Laurasianern. Ein kleiner Hinweis
für Leser, welche eventuell mit dem Wörtchen Laurasianer nicht so recht etwas anzufangen
wissen, es ist so wie mit den Europäern, Amerikanern und Asiaten, nur das es den
Kontinent Laurasia heute nicht mehr gibt. Doch einst, lang ist es her, so vor rund 200
Millionen von Jahren, da gab es nur einen Superkontinent, genannt Pangäas. Dieser
Kontinent zerfiel vor eben dieser Zeit in zwei Kontinente, wobei der südliche neu
gebildete Kontinent den Namen Gondwana erhielt und der nördliche Kontinent von
neuzeitlichen Wissenschaftlern Laurasia getauft wurde. Erst später bildeten sich die
heutigen Kontinente mit den bekannten Umrissen der Landmassen heraus.
Doch weiter mit der Einordnung der Katzen. Nach der Zuordnung durch
gentechnische Untersuchungen zu den Laurasianern, folgt als nächstes die Ordnung der
Raubtiere, zu der unser kleines schmusendes Wesen gehört. So weit, so gut und alles noch
leicht nachvollziehbar für den durchschnittlich gebildeten Leser, der über kein
abgeschlossenes Biologiestudium verfügt. Jetzt kommen in der Systematik jedoch als
Überfamilie noch die Katzenartigen mit dem schönen lateinischen Namen Feloidea und diese
dürften einigen bereits weniger namentlich geläufig sein. Zu diesen Katzenartigen
gehören neben unserer Hauskatze unter anderem auch die Hyänen. Wer hätte es wohl
vermutet, dass Angorakatzen und Hyänen einige Gemeinsamkeiten haben?
Als Familie folgen nun bereits die Katzen, der lateinische Name Felidae
ist ähnlich und lässt die Zugehörigkeit bereits vermuten, allerdings zählen hier die
Löwen, die Tiger und andere Kuscheltiere auch noch mit zu dieser recht großen Familie.
Deshalb werden die Hauskatzen noch einmal einer Unterfamilie und zwar den Kleinkatzen mit
dem lateinischen Felinae zugerechnet. Diese Unterfamilie spaltet sich noch einmal in
Gattungen auf, wobei die Hauskatze zur Gattung Felis gehört. Am untersten Ende, oder am
obersten Ende, je nachdem wie herum die Systematik bildlich betrachtet wird, kommt der
Leser nun endlich bei der Artzugehörigkeit an und die Art unserer Hauskatze trägt den
Namen Felis catus.
Etwas nicht klar genug formuliert? Macht rein gar nichts, wichtig ist ohnehin nur eine
gesicherte Erkenntnis, unsere Hauskatze ist ein Raubtier bzw. ein Beutegreifer und sollte
als solches in gewissen Umfang auch so gehalten und betrachtet werden. Soweit zu
Systematik der Hauskatzen, auf den folgenden Seiten folgen einige Hinweise zum Stammbaum
und zur Domestikation.
weiterlesen: Abstammung
und Domestikation
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