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Rasseportrait der Perserkatze

Rassekatzen: Kategorie Langhaarkatzen

Im Gegensatz zu den Kategorien der Kurzhaarkatzen und der Halblanghaarkatzen, in denen der Hauptteil aller Katzenrassen und Rassekatzen eingeordnet ist, hat die Kategorie der Langhaarkatzen praktisch nur durch die Perserkatze ihrer Daseinsberechtigung. Bei der ebenfalls in der Kategorie der Langhaarkatzen eingeordneten Himalayan oder Colourpoint handelt es sich zwar um eine international verbreiteten Katzenrasse, dennoch wird diese Rasse mehr oder weniger nur als eine Farbvariante der Perserkatze gelistet. Korrekt, in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Himalayan zunächst vom CFA (Cat Fanciers' Association) als eigenständige Katzenrasse anerkannt, doch in den 80er Jahren mit den Perserkatzen zu einer Rasse zusammen geführt.

Noch heute wird die Perserkatze zuweilen als Angorakatze bezeichnet. Hintergrund: Bis ins 20. Jahrhunderts hinein war es üblich, alle langhaarigen Haustierrassen mit bzw. als Angora zu bezeichnen. Namen wie Angorakaninchen, Angoraschafe, Angoraziegen und Angorakatzen entstanden. Der Name Angora leitete sich von der türkischen Provinz Ankara (einstiger Name Angora) ab und zumindest die Angoraziegen sollen aus dieser Gegend stammen. Etwas anders sieht es bei den Angorakaninchen aus, diese Kaninchenrasse wurde ursprünglich in England gezüchtet. Möglicherweise erhielten die ersten Haustiere ihren Namen nach der türkischen Provinz Angora als Herkunftsgebiet und waren später so verbreitet, bekannt und beliebt, dass Angora zu einen Synonym für langhaarige Haustierrassen wurde, auch wenn diese nicht aus der Region stammten.

Wie es sich bei der Angorakatze verhielt, diese Frage muss hier offen bleiben, da es mehrere Versionen gibt, wie diese Langhaarkatze einst in die Türkei gelangte. Dass die Angorakatze bereits im Osmanischen Reich des 15. bis 16. Jahrhundert zu den Lieblingstieren einiger Sultane gehörte, kann hingegen als gesichert betrachtet werden. [1]

Eine Perserkatze
© www.pixelio.de | Foto: Kersten Schröder

Neben der Angorakatze gab und gibt es die Perserkatze, welche vermutlich aus dem einstigen Persien (etwa der heutige Iran) oder aus noch weiter östlich gelegenen Gebieten ihren Weg nach Europa fand. [2]
Das Verwirrspiel mit Angora und Perser entstand vermutlich, weil, wie bereits weiter oben erwähnt, einst beide Rassen als Angorakatzen bezeichnet wurden, was jedoch unkorrekt war. Dessen ungeachtet ist es hingegen möglich, dass beide Rassen gemeinsame Urahnen besaßen.

Die eigentliche türkische Angorakatze war etwas leichter als die Perserkatze und als Haustierrasse dem Aussterben nahe. Ihr Überleben hat diese Katzenrasse einem Zuchtprogramm des Zoos von Ankara zu verdanken. Heute wird die Angorakatze mit dem Rassenamen Türkisch Angora in der Kategorie der Halblanghaarkatzen gelistet und ist international als eigenständige Rasse anerkannt.

Die Perserkatze hingegen hatte nie Probleme als Rasse in Vergessenheit zu geraten, sondern war als tierischflauschiges Statussymbol privilegierter, oftmals adliger Katzenliebhaber stets begehrt und beliebt. Immerhin soll einst auch Queen Victoria von dieser Katzenrasse so angetan gewesen sein, dass sie eine blaue Perserkatze erwarb.
Perserkatzen zählen noch heute zu den beliebtesten Rassekatzen, wobei sie nichts von ihrem Zauber verloren haben. Einzig ihr äußeres Erscheinungsbild wandelte sich im 20. Jahrhundert. Perserkatzen wurden im Allgemeinen etwas kleiner, dass Haarkleid etwas üppiger und das Gesicht etwas flacher. Doch Perser waren Luxuskatzen und sind noch heute Luxuskatzen, denn zum schnöden Mäusefangen sind sie kaum geeignet. Und wie es sich für adlige Katzen gehört, so wollen auch Perserkatzen standesgemäß gepflegt werden. Zu dieser Pflege gehört, dass sie mindestens mehrmals in der Woche, eher täglich, gekämmt und gebürstet werden müssen, damit das Fell nicht verfilzt.

Abgesehen von diesem erhöhten Pflegeaufwand sind Perserkatzen nicht schwerer zu halten als andere Rassekatzen, zumal sie mehrheitlich recht ruhige Vertreter ihrer Art sind. Eventuell sind sie zuweilen nicht gar so verschmust wie viele andere Katzenrassen (hier gehen die Meinungen der Halter auseinander), genügend Streicheleinheiten benötigen sie hingegen nicht minder.

Wer eine Perserkatze erwerben möchte, derjenige hat eventuell die Qual der Wahl, da es Perserkatzen von ganz hell bis ganz dunkel in sehr vielen Farbvariationen gibt. Auf die Form des Kopfes und Gesichtes sollte hingegen unbedingt beim Erwerb geachtet werden, eine zu kleine Nase kann chronische Atembeschwerden nach sich ziehen. Außerdem sollte eine Perserkatze nicht den Eindruck erwecken, als würde sie grimmig in die Welt blicken, sondern die Form vom Kopf und vom Gesicht sollten eher in Richtung Kindchenschema gehen, wobei, wie schon bemerkt, die Nase nicht zu sehr verkürzt sein sollte.

Für Halter, die nach einer Katzenrasse suchen, die für die reine Wohnungshaltung geeignet ist, dabei über genügend Zeit verfügen um sich mit der oder den Katzen zu beschäftigen, ist die Perserkatze eine gute Wahl.

zurück: Einteilung der Katzenrassen Teil I und Teil II
 

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