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Katzen als Versuchstiere

Tierversuche und weitere Katzenthemen in der Übersicht

Ein besonders heikles Thema sind und bleiben Tierversuche im Allgemeinen und noch mehr Tierversuche an Hunden, Katzen oder Affen im Besonderen. Jedes Haustier hat ein Recht auf eine artgerechte Haltung und dazu gehört ganz weit oben auf der Liste möglicher Punkte, dass keinem Tier bewusst Qualen zugefügt werden sollten. Tierversuche sind hingegen oftmals mit Qualen für die Versuchstiere verbunden.
Die Meinungen über Tierversuche gehen weit auseinander. Während ein Teil der Menschen der Meinung ist, dass Tierversuche in gewissen Umfang ethisch vertretbar sind, um neue Medikamente für die Humanmedizin zu testen, wird dieses Vertretbarkeit von einem anderen Teil der Erdenbürger verneint. So fragen sich nicht wenige Menschen, ob wir ein Recht darauf haben, Tiere als Versuchstiere zu benutzen und diesen Tieren Qualen durch Tierversuche zuzufügen, nur um eventuell unsere eigenen Leiden durch neue, an Tieren erprobte, Medikamente zu lindern. Diese Frage ist aus ethischer Sichtweise nicht unbegründet, zumal es bereits viele In-vitro-Verfahren gibt, die Tierversuche zumindest teilweise überflüssig machen.

Noch mehr Gegner von Tierversuchen fühlen sich auf dem Plan gerufen, wenn es sich um Tierversuche handelt, bei denen Hunde, Katzen oder Affen als Versuchstiere benutzt werden. Hunde und Katzen, weil sie zu den beliebtesten Haustieren gehören und Affen, weil sie uns in vielerlei Hinsicht am ähnlichsten sind.
Eigentlich ist es mehr als nur verständlich, dass viele Menschen (und nicht nur Katzenhalter) schockiert sind, wenn sie erfahren, wie Katzen zu wissenschaftlichen Forschungszwecken in den Bereichen der Neurophysiologie genutzt werden. Da werden zum Beispiel nach vorausgehender Anästhesie kleine Löcher in die Schädeldecke von Katzen gefräst und das Gehirn ähnlich einer unbelebten und gefühllosen elektronischen Apparatur mit Elektroden verdrahtet. Der Sinn und Zweck dieser Tierversuche an Katzen besteht unter anderem darin, dass visuelle Wahrnehmungsvermögen von Katzen und dessen Umsetzung in Hirnaktivitäten zu erforschen. Je nach schwere des Eingriffs werden die Katzen nach der Beendigung der Test dann eingeschläfert.

Doch nicht nur in der Neurophysiologie und Hirnforschung kommen Katzen als Versuchstiere zum Einsatz. Jedes neue und auf die Behandlung von Katzen zugeschnittene Medikament, muss ja zuerst an Katzen auf Verträglichkeit, Dosierung und Wirkung gestestet werde, bevor eben dieses Medikament von der Pharmaindustrie als geeignet zur Behandlung von Katzenleiden empfohlen und beworben werden kann. Bei der Entwicklung von Impfstoffen für veterinärmedizinische Zwecke sieht es nicht anders aus. So wird die Wirkung, Verträglichkeit und Dosierung eines Impfstoffes für Katzen mit ziemlicher Sicherheit zuerst an Versuchskatzen getestet, bevor dieser in den Handel kommt. Letztendlich könnte es sich auch kein Hersteller von Tiernahrung leisten, eine spezielle Katzennahrung auf dem Markt zu bringen, die nicht im Vorfeld an Katzen getestet wurde.

Dem einen oder anderen Katzenhalter mag es ein kleiner Trost sein, das die Hauskatze nur einen verhältnismäßig kleinen Prozentsatz in den Statistiken unter allen Versuchstieren einnimmt. So wurden (laut einer Pressemitteilung des Vereins Ärzte gegen Tierversuche) in Deutschland im Jahre 2007 mehr als 2,6 Millionen Tiere für Tierversuche benutzt. Unter diesen 2,6 Millionen Tieren befanden sich jedoch nur rund 800 Katzen. Im Vergleich, Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts mussten jährlich noch knapp 2.000 Katzen für Tierversuche herhalten.

Sicherlich wären viele einstige Fortschritte in der medizinischen Forschung ohne Tierversuche nicht möglich gewesen, doch wie sinnvoll und notwendig sind Tierversuche im 21. Jahrhundert noch, wo es alternative Forschungsmethoden gibt? Eine Frage, die hier von uns nicht pauschal beantwortet werden soll und auch nicht pauschal beantwortbar ist. Pauschal vertretbar ist hingegen die Forderung, dass kein Tier in Tierversuchen leiden sollte, nur um die Verträglichkeit von neuen Kosmetikas oder ähnlichen Produkten zu testen.
 

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