Heimtiere und Haustiere - Hauskatzen und Rassekatzen
Hunde Katzen Vögel Nager Nutztiere Sonstige Tierschutz Magazin
- Home -
Literatur zum Thema
Tierbedarf & Zubehör
Navigation
  

Weitere
Katzenthemen

Sytematik des Katze

***

Speiseplan für Hauskatzen

Artgerechte Ernährung von Katzen

Eine artgerechte Haltung von Hauskatzen ist ohne eine artgerechte Fütterung und Ernährung nicht möglich. Eigentlich sollte sich aus dieser Aussage bereits alles Weitere ergeben. Dennoch gibt es zu diesem Thema viele Debatten und Kontroversen. Dabei erscheint eine Antwort recht simpel und einfach. Alles Wissen, was für eine sachliche Antwort von Nöten ist, ergibt sich mehr oder weniger aus dem Speiseplan von Wildkatzen. Eine Katzenhalterin oder ein Katzenhalter, die oder der das Katzenfutter selbst zubereiten möchte, sollte diesen Speiseplan kennen.

Speiseplan von Wildkatzen

Wildkatzen ernähren sich vorzugsweise von kleineren Nagetieren, wobei Mäuse ganz oben auf dem Speiseplan stehen. Darüber hinaus verschmähen sie weder Singvögel noch Reptilien, wie Eidechsen oder Blindschleichen und fangen zuweilen Amphibien. Der Falbkatze wird weiterhin nachgesagt, dass sie auch Spinnentiere nicht verschmäht. Vegetarische Kost steht hingegen nur in sehr geringen Mengen auf dem Speiseplan von Wildkatzen. So wird zuweilen Gras als Nahrungs- ergänzungsmittel, Brechmittel oder Verdauungshilfe aufgenommen. Weiterhin enthält der Magen- und Darmtrakt von erlegten Beutetieren vorverdaute Sämereien und sonstige Pflanzenkost, welche die Katze mitverzehrt.
Ob Wildkatzen sich mit Kleinsäugern begnügen oder auch größere Säuger schlagen, hängt einzig von ihrer eigenen Körpergröße ab. So gibt es in der Familie der Katzen einige Vertreter, die auch vor Rindern als Beutetiere nicht halt machen.


Speiseplan von Hauskatzen

Die mit Abstand artgerechteste Fütterung bestünde nach dem obigen Speiseplan prinzipiell darin, einer Katze möglichst viel Freilauf zu gewähren und zur Nahrungsergänzung der Katze Labormäuse (Futtermäuse) und Eintagsküken anzubieten. Doch während es für Terrarienfreunde eine Selbstverständlichkeit ist, einer Schlange Lebendnahrung anzubieten, würde ein derartiger Speiseplan die meistern Katzenliebhaber anwidern.
Hinzu kommt, dass Katzen mit ihren Beutetieren oft noch eine geraume Zeit spielen, statt diese kurz und schmerzarm zu erlegen. Eine Katze kann nicht wissen, dass sie nach § 4 des Deutschen Tierschutzgesetzes eine Rechtsverletzung begeht, der Katzenhalter hingegen schon. Denn dieser könnte nach § 4a des Tierschutzgesetzes belangt werden, wenn er eine Maus nicht vor der Verfütterung betäubt. Lediglich für die Halter von Reptilien sieht der Gesetzgeber in diesem Zusammenhang eine Ausnahmeregelung vor, insofern Schlangen nur Lebendnahrung verspeisen. Somit bleibt Katzenhaltern nichts weiter übrig, als auf einen alternativen Speiseplan auszuweichen.

Der alternative Speiseplan für die Katze beinhaltet dann oftmals eine Zusammenstellung von Nass- und Trockenfutter vom Supermarkt oder vom Zoofachhandel. Der große Unterschied, der Katzenliebhaber sieht nicht, wie die Futtertiere gehalten, geschlachtet und zu Katzenfutter verarbeitet wurden. Leider begünstig dieses bewusste "Nicht sehen wollen" erst Missstände in der industriellen Tierhaltung und Verwertung. Würde es unter den Millionen Hunde- und Katzenliebhabern mehr Tierliebhaber geben, die unbedingt sehen möchten wie die Zutaten für die Festtagsuppe, fürs Sonntagsmenü und fürs Dosenfutter zu Lebzeiten gehalten werden, gebe es weniger Missstände in der Massentierhaltung und in der industriellen Futterherstellung.

Neben dem "Nichts sehen" sind mit der Verfütterung von Fertigfutter für den Katzenhalter noch weitere Vorteile verbunden. So kann der Katzenhalter davon ausgehen, dass im Fertigfutter alle wesentlichen Nährstoffe, Vitamine und Mineralien enthalten sind, die eine Katze benötigt. Nassfutter in Dosen und Trockenfutter sind einfach zu lagern. Vor allen Trockenfutter ist bei sachgemäßer Lagerung über längere Zeit haltbar und verursacht keinen Schmutz.
Prinzipiell könnte ein Mensch sich zwar auch nur von Dörrfisch, Dörrfleisch, Zwieback und Knäckebrot ernähren, nur hat sich die Ernährungsindustrie noch nicht darauf eingestellt, noch fehlende Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Mineralien, Vitamine und Spurenelemente im Knäckebrot mit unterzubringen. Warum wohl? Weil Menschen sehr schnell gegen eine derartig eintönige Ernährung meutern würden. Einige Katzenliebhaber muten ihrer Katze diese Ernährungsweise hingegen ein Leben lang zu.

Dabei gibt es vom Prinzip absolut nichts gegen die Verfütterung von Nassfutter und Trockenfutter einzuwenden. Verschiedentliche Prüfungen in unabhängigen Laboren bewiesen mehrfach, dass im Fertigfutter alle lebensnotwenigen Stoffe enthalten sind, die eine Katze benötigt. Was von deutschen Handelketten und von Zoofachhändlern im Sortiment unter mehr oder weniger bekannten Markennamen gelistet wird, kann unbedenklich verfüttert werden. Lediglich die Dosierung sollte ein Katzenhalter gelegentlich überdenken. Nassfutter in Schälchen oder Dosen ist wesentlich ausgewogener und besser für die Katzenernährung geeignet, als vergleichsweise Essensreste. Auch bei Trockenfutter gibt es nichts zu bemängeln, solange eine Katze nicht stetig nur Trockenfutter als Alleinfutter erhält. Zumindest würden wir empfehlen, Nassfutter für die Hauptmahlzeiten zu verfüttern und Trockenfutter in Maßen zur Abrundung des Speiseplans sowie für Zwischendurch-Mahlzeiten einzusetzen.
Eine einseitige Ernährung mit Trockenfutter kann über längere Zeit zu Nieren- und Blasenproblemen führen. Hauptverantwortlich für mögliche Folgeerkrankungen könnte ein chronisches Flüssigkeitsdefizit sein, wenn die Katze bei der Ernährung mit Trockenfutter nicht zusätzlich genügend Wasser aufnimmt. Doch darauf zu achten, dass eine Katze eine ausreichende Menge an Flüssigkeit zu sich nimmt, liegt ja im Verantwortungsbereich der Katzenhalter und nicht im Verantwortungs- bereich der Futterproduzenten. Es gibt jedoch auch Stimmen, die den erhöhten Anteil pflanzlicher und sonstiger Inhaltsstoffe für bedenklich halten.
Weiterhin würden es Katzen im Unterschied zum Menschen auch nicht so schnell eintönig finden, wenn sie täglich Fleisch in unterschiedlichen Geschmacks- richtungen erhalten würden, da Fleisch nun einmal eine typische Raubtierspeisung ist. Fressen ausgewachsene Katzen nur noch Trockenfutter und rühren Nassfutter nicht mehr oder kaum noch an, oder fressen nur noch Futter einer Marke, so ist oftmals bereits während der Aufzucht etwas schief gelaufen. Die natürliche Umstellung bei jungen Kätzchen verläuft nun einmal vom Säugen der Muttermilch in Richtung der beginnenden Aufnahme saftiger Fleischhäppchen unterschiedlicher Geschmacksrichtungen. Trockenfutter mit unnatürlicher Futterkonsistenz wird hingegen erst später vom Halter als Zusatzfutter gereicht.
Beginnt eine Katze sich bei der Nahrungsaufnahme auf Trockenfutter zu spezialisieren, so steht es dem Katzenhalter frei, dass Futterangebot von Trockenfutter zu Gunsten von Nassfutter zu reduzieren. Eine mäkelnde Katze verhungert nicht, sondern ist wie ein kleineres Kind zu nehmen, welches die Nachspeise möchte, dass Hauptgericht jedoch nicht anrührt. Wobei diese Aussage nicht wörtlich zu nehmen ist, insofern eine Erkrankung vorliegt.

Neben den Vorteilen gibt es auch Nachteile. Auch ohne ein Ernährungsexperte zu sein, kann sich jeder Katzenhalter sicherlich leicht vorstellen, dass Trockenfutter so rein gar nichts mehr mit einer saftigen Maus zu tun hat. Trockenfutter enthält zwar alle erforderlichen Nährstoffe, doch der Anteil an pflanzlichen Inhaltsstoffen liegt zum Teil bei weitem über den Anteil, den eine Wildkatze beim Verzehr von Beutetieren aufnehmen würde. Der Hohe Anteil an pflanzlichen Kohlenhydraten steht dabei in den Kritiken oftmals an oberster Stelle, da ein Zuviel an Kohlenhydraten schnell zur Fettanreicherung im Gewebe und damit zu Übergewicht führen kann.
Mit Übergewicht oder gar Fettleibigkeit ist jedoch nicht zu spaßen, da Folgeerkrankungen begünstigt werden. Doch ob eine Hauskatze kugelrund gefüttert wird oder nicht, liegt nun einmal in der Hand des Halters und nicht in der des Futterproduzenten. Je besser das Verhältnis von Nassfutter zu Trockenfutter abgestimmt ist und je maßvoller gefüttert wird, um so eher lässt sich Übergewicht vermeiden.

weiterlesen: Katzenfutter selbst zubereiten | Roh oder gekocht?
 

- Magazin -

Tiere in
Heim und Haus

News, Beiträge
und Themen


Haus- und
Rassekatzen

Einleitung
Abstammung
Wesen & Verhalten
Rassekatzen
Speiseplan für Katzen
Katzenfutter
selbst zubereiten

Roh oder gekocht?



Hinweise
und Verweise

Kommentare,
Meinungen & Kritiken


Archiv

Beiträge - Katzen
Übersicht


***