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Die
Fellpflege bei Katzen
Katzenwäsche ohne Baden und Waschen
Beim Menschen dient Baden und Waschen zur körperlichen Hygiene, bei
den Katzen die tägliche Fellpflege in Verbindung mit der Katzenwäsche. Von letzterer ist
unter anderem dann die Rede, wenn kleinere Kinder sich des Morgens im Bad vor dem
Waschbecken nur den Schlaf aus den Augen reiben, ohne dabei die Haut zu sehr mit Wasser
und Seife zu irritieren. Dabei handeln sie instinktiv völlig richtig, denn übertriebene
Reinlichkeit im kindlichen Alter, verbunden mit oftmaligen Baden und Waschen, unterfordert
die körpereigene Immunabwehr. Diese Unterforderung der körpereigenen Immunabwehr löst
bei dem einen oder anderen Menschenkind als Folgeerscheinung späterhin allergische
Erkrankungen aus, zumindest vermuten das ein Teil der im medizinischem Bereich tätigen
Wissenschaftler.
Wie dem auch sei, Wasser sollte nicht unnütz vergeudet werde, um die
natürlichen Trinkwasserressourcen zu schonen, das haben die Katzen bereits lange vor dem
Menschen erkannt und die berüchtigte Katzenwäsche erfunden. Nach den Katzen besitzen
vermutlich kleine Menschenkinder den höchsten Intellekt und haben sich von Ersteren das
Waschverhalten abgeschaut. Doch Spaß bei Seite, Katzen zählen trotz Katzenwäsche zu den
reinlichsten Tieren, die viel Zeit in die Fellpflege investieren.
Eine Katze pflegt, Gesundheit und Wohlbefinden des Tieres vorausgesetzt, mehre Stunden
täglich ihr Fell. Erst mit zunehmenden Alter des Tieres, wenn die natürliche Vitalität
des in die Jahre kommenden Tieres ohnehin nachlässt, wird auch die Fellpflege etwas
nachlassen. Bei einer jungen Katze oder einer Katze in den mittleren Jahren, sind 2 bis 3
Stunden täglicher Fellpflege als normal anzusehen, wobei die durchschnittliche Zeit eher
bei 3 Stunden oder etwas mehr liegt. Der Katzenhalter sollte hier nur mit Umsicht
unterstützend wirken, zum Beispiel durch wöchentliches Kämmen und Bürsten bei
Hauskatzen und kurzhaarigen Rassekatzen. Langhaarige Rassekatzen kommen jedoch ohne
tägliches Bürsten und Kämmen nicht aus, Verfilzungen des Fells wären anderenfalls
vorprogrammiert.
Baden und Waschen braucht ein Katzenhalter seine Lieblinge hingegen nicht, es sei denn,
diese haben ihr Fell mit giftigen Chemikalien oder anderen weniger erfreulichen Substanzen
verunreinigt. Doch auch dann sollte der Katzenhalter mit Umsicht vorgehen und sich zuvor
überlegen, ob nicht eine wiederholbare Reinigung mit einem feuchten Tuch ebenfalls zum
angestrebten Ergebnis führt. Katzen sind von Natur aus sehr wasserscheu, mögen zumindest
kein Bad, weder im Bach noch in der Wanne. Wurden junge Katzen nicht im Katzenkindesalter
an eine gelegentliche Wäsche gewöhnt, so erwachen bei späteren Versuchen des
Katzenhalters in der Katze instinktive Todesängste vor einem möglichen Ertrinken in
diesem katzenfeindlichen und nassen Element. Wie bei jedem höher entwickelten Lebewesen,
so kommt es auch bei Katzen in dieser Situation zu einem erhöhten Ausstoß von Adrenalin,
verbunden mit stressbedingten Fluchtverhalten. Gelingt es der Katze nicht zu fliehen, so
wird sie sich, bedingt durch die Angstzustände, verteidigen oder zum Angriff übergehen.
Nicht alle Katzen reagieren gleich, doch eine Katze, welche nicht von klein auf ans Baden
und Waschen gewöhnt wurde, kann ihrem Halter schon die eine oder andere Verletzung
zuführen.
Wer es dennoch, aus welchen Gründen auch immer, nicht unterlassen kann eine Katze
gelegentlich zu baden und zu waschen, der sollte mit Bedacht vorgehen. Zum einem sollte
ein möglichst mildes Babyshampoo oder spezielles Katzenshampoo verwendet werden. Zum
anderen sollte ein Handtuch bereit gelegt werden, in dem die Katze nach der Beendigung der
Tortour eingehüllt werden kann. Vorsicht ist dennoch geboten.
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