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Die Urahnin unserer Hauskatze

Abstammung und Domestikation

Einst wurden die Miaciden als Vorfahren aller heutigen landbewohnenden Raubtierarten angesehen, doch mit der Zeit verbreiteten sich immer mehr berechtigte Zweifel in der wissenschaftlichen Fachwelt an dieser Einteilung. Nebenbei bemerkt, die Miaciden lebten vor über 50 Millionen von Jahren, waren etwa von der Größe und vom Körperbau mit heutigen Wieseln zu vergleichen und ihre Pfoten könnten ohne weiteres bereits für einige Kletterkünste gedient haben.[1] Nun ja, ganz so weit soll hier kein weiterer Rückblick in urzeitliche Gefilde erfolgen, für alle Katzenliebhaber ist sicherlich die Frage interessanter, wann in etwa die Domestizierung der Hauskatze begann und welche wildlebende Katzenart sich dem Menschen vor einigen Jahrtausenden anschloss.

Als erwiesen gilt, dass die afrikanische Falbkatze, mit dem lateinischen Namen Felis silvestris libyca, als eigentliche Urahnin aller heutigen Hauskatzen betrachtet werden kann. Hierbei handelt sich nicht nur um eine Vermutung oder wissenschaftliche These, sondern kann als eine durch gentechnische Untersuchungen bestätigte Gegebenheit. Nicht ganz so schlüssig sind sich einige Wissenschaftler darüber, ob es eventuell bei der Domestikation der Hauskatze zu Einkreuzungen mit der asiatischen Steppenkatze (lateinischer Name Felis silvestris ornata) kam. Eine weitere Kandidatin für eventuelle Einkreuzungen sehen einige Forscher auch in der Waldkatze (lateinischer Name Felis silvestris silvestris), welche in Europa und Vorderasien verbreitet ist.

Die Falbkatze war und ist in Afrika und hier vorrangig in den nördlicheren Teilen des Kontinents anzutreffen, sowie im Raum rund um das Mittelmeer. Wann die Domestikation der wildlebenden Falbkatze zur Hauskatze begann, wurde bisher nicht zweifelsfrei bewiesen, kann jedoch vermutlich auf einen Zeitraum vor etwa 9.000 Jahren datiert werden. Darauf weisen zumindest archäologische Funde aus dem Zweistromland Mesopotamien, sowie weiterhin aus Jordanien und Kleinasien hin.
Ähnlich wie der Hund, könnte sich die Katze selbst domestiziert haben, in dem sie ihr Jagdrevier auf menschliche Siedlungsräume ausdehnte. Der sesshaft werdende Mensch erkannte möglicherweise sehr früh den Nutzwert der Katze zur Sicherung seiner Vorräte gegen Mäuse sowie anderen Nagern und ließ die Katzen anfangs einfach gewähren. Erst in der Folgezeit begann der Mensch dann junge Katzen bewusst im Bereich seiner Behausung anzusiedeln, um seine Vorräte zu schützen.

Hinweis zu 1: Mehr über Miaciden im Anhang.

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