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Miaciden
Beutegreifer (Raubtiere) im Paläozän
Die Miaciden (Miacidae) lebten im erdgeschichtlichen Zeitalter
des mittleren bis späten Paläozän, somit in einem Zeitraum von vor etwa 58 bis 55
Millionen Jahren. An Hand der Auswertung von fossilen Funden stellten Wissenschaftler
fest, dass die Pfoten der Miaciden höchstwahrscheinlich flexibel waren und sich
vermutlich gut zum Klettern eigneten. Weiterhin besaßen die Miaciden bereits ein
raubtierähnliches Gebiss mit 44 Zähnen und mit den entsprechenden Kieferknochen in Form
einer Brechschere. Vom Körperbau und Form sollen die Miaciden eine gewisse Ähnlichkeit
mit heutigen Vertretern aus der Familie der Marder besessen haben.
Einst wurden die Meaciden als Vorfahren unserer heutigen Beutegreifer (Raubtiere)
einschließlich heutiger Katzen und Hunde betrachtet. In den letzten Jahrzehnten
entfernten sich die Forscher wieder zunehmend von dieser Einteilung und Klassifizierung,
da die Auswertung von neueren molekulargenetischen Forschungsergebnissen Zweifel an der
älteren Systematik aufkommen ließ und gleichzeitig neue Fragen aufwarf.
Ein neueres Bild in der Wissenschaft von den biologischen Verwandtschafts- verhältnissen
im Laufe der Evolution geht nun davon aus, dass die rezenten Beutegreifer einen anderen
gemeinsamen Urahnen hatten, von dem sich die Hundeartigen (Canoidea) und die
Katzenartigen (Feloidea) im Laufe der Evolution abspalteten. Nach diesem neuen
Bild werden die Miaciden nur noch als ein im Laufe der Evolution ausgestorbener Teilzweig
der Hundeartigen angesehen und zählen nicht mehr als die direkten Vorfahren heutiger
Wölfe und Haushunde. Sollte dieses Bild stimmen, stammen alle rezenten Katzen eventuell
direkt von diesen gemeinsamen unbekannten Urahnen ab und sind nicht mit den Miaciden
verwandt.
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