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Hundehütten und Hundezwinger

Anforderungen, Größe und Beschaffenheit

Wie auf den vorausgehenden Seiten bereits angeführt, wirkt sich die Zwingerhaltung förderlich auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit eines Hundes aus, jedoch nur dann, wenn sowohl der Hundezwinger als auch die Hundehütte den Anforderungen in Größe und Beschaffenheit entspricht. Vom Seiten des Gesetzgebers wurden hier bereits vor Jahrzehnten Regelungen erlassen, in denen sich die Mindestanforderungen für Zwingeranlagen widerspiegeln. Ebenso wird in Verordnungen auf die Beschaffenheit von Hundezwingern und Hundehütten eingegangen. So hat das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft eine Verordnung erlassen, die in etwas folgendes besagt. Wer einen Hund im Freien hält, derjenige hat nach dieser Verordnung auch dafür zu sorgen hat, dass der Hund sich in eine wärmegedämmte Hundehütte zurück ziehen kann. Diese Schutzhütte sollte so bemessen sein muss, dass der Hund sich in selbiger artgerecht bewegen kann und es dem Hund möglich ist, diese mit seiner eigenen Körperwärme zu erwärmen und warm zu halten. Weiterhin sollte dem Hund außerhalb der Hundehütte ein wärmegedämmter witterungsgeschützter Liegeplatz zur Verfügung stehen.

Wie sind diese Anforderungen in Bezug auf einen Liegeplatz und auf eine Hundehütte realisierbar? Bei der Planung und Neuanlage eines Zwingers ist es vorteilhaft, diesen so anzulegen, dass angrenzende Mauern oder anderen Bauwerksteile eine Schutzfunktion vor Witterungsunbilden übernehmen, also den Hundezwinger gegenüber der Hauptwindrichtung abschirmen. Weiterhin sollte ein Teil des Hundezwingers überdacht sein, damit der Liegeplatz und die Hundehütte sich stets im trockenen Bereich des Zwingers befinden. Dort, wo die örtliche Lage eine derartige Ausrichtung des Zwingers verhindert, müssen Schutzwände errichtet werden. Für diesen Zweck sind durchaus Sichtschutzzäune geeignet, die auf jeden Baumarkt preisgünstig angeboten werden. Eventuell sind diese ohnehin unerlässlich, zum Beispiel um einen zusätzlichen Windfang zu realisieren. Als Liegeplatz eignet sich ein Holzboden, insofern dieser mit Querleisten unterlegt ist. Durch die Querleisten wird ein direkter Kontakt mit dem Boden verhindert. Weiterhin besitzt Holz gute Dämmeigenschaften. Gänzlich ungeeignet als Liegeplatz, vor allem im Winter, ist ein reiner Steinboden oder eine Betonfläche.

Als Material für eine Hundehütte kommt in erster Linie Holz in Betracht. Aus Stein gemauerte Hütten sind vor allem im Winter ungeeignet, da selbige eine völlig ungenügende Wärmedämmung besitzen. Wesentlich besser sind doppelwandig aus Holz gefertigte Hütten geeignet. Die Holräume zwischen den äußeren und inneren Dach-, Boden- und Wandflächen sollten gedämmt sein. Als Dämmmaterial eignen sich handelsübliche Styroporplatten. Angemerkt sei, auch ein Luftpolster zwischen den äußeren und inneren Wandflächen hat einen wärmedämmenden Effekt. Die Einstiegsöffnung sollte entsprechend der Größe des Hundes gestaltet werden und die Größe der Hundehütte sollte es einem Hund ermöglichen, sich im Inneren der Hütte problemlos drehen zu können, sowie die Liegehaltung mit ausgestreckten Läufen einzunehmen. Als Einstreu sind vorrangig Heu und Stroh zu empfehlen, wodurch eine zusätzliche Wärmedämmung erreicht wird. Dass die Öffnung nicht in die Hauptwindrichtung verweisen sollte, versteht sich von allein. Ebenso das eine Hundehütte gegenüber der Bodenfläche isoliert aufgestellt wird, zum Beispiel durch Leisten als Abstandshalter. Ein zusätzlicher Windfang vor oder in der Nähe der Einstiegsöffnung ist vor allem im Winter vorteilhaft.

Weitere Punkte dieser Verordnung betreffen die Mindestgröße von Hundezwingern, deren Beschaffenheit, sowie die Beschaffenheit der zur Einfriedung benutzten Materialien. Die Mindestgröße von Zwingern richtet sich dabei nach der Widerristhöhe der darin gehaltenen Hunde. So sollte für einen Hund mit einer Widerristhöhe bis 50 cm die freie Bodenfläche eines Zwingers mindestens 6 m² betragen, für Hunde mit einer Widerristhöhe bis 65 cm mindestens 8 m² und für größere Hunde mindestens 10 m². Wobei anzumerken bleibt, dass es sich bei diesen Größenangaben nur um Mindestgrößen handelt, es weiterhin einen Unterschied bedeutet, ob ein Hund sich nur kurzfristig zu bestimmten Tageszeiten im Hundezwinger aufhält oder beinahe ganztägig mit Auslaufzeiten. Unabhängig von diesen Mindestgrößen erscheint es ratsamer, für eine kleinere bis mittlere Hunderasse eine Zwingergröße von 10 bis 12 m² einzuplanen und für einen größeren Hund 12 bis 16 m² als Grundfläche für den Hundzwinger anzusetzen.

In der Verordnung wird erwähnt, dass die schmalste Seite mindestens der doppelten Länge des zu haltenden Hundes entspricht und nicht unter 2 m sein darf. Einfacher ausgedrückt, die Grundfläche sollte der eines Geheges entsprechen und nicht der eines schmalen Handtuches. Zur Einfriedung von Hundezwingern ist handelsüblicher Maschendraht nur bedingt geeignet, für viele Hunderassen sogar völlig ungeeignet, da die Gefahr des Durchbeißens besteht. Ein Hund könnte nicht nur unkontrolliert entweichen, sondern sich selbst dabei noch verletzen. Der Hundezwinger würde in diesem Fall nicht mehr seiner Aufgabe in punkto Sicherheit gerecht. Wesentlich besser sind hier Einfassungen aus stabileren Zaunmaterialien geeignet, für größere Hunde eventuell auch die Verwendung von Rundeisen. Sind Teile des Bodens durch eine Betonfläche versiegelt, so sollte dennoch in einem Teilbereich der Boden cirka einen Spatenstich tief ausgehoben werden und durch eine Sand- oder Kiesschicht ersetzt werden. Ihr Hund wird Ihnen diesen Mehraufwand danken.

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