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Wissenswertes
über Hundefutter
Hundefutter - industriell oder selbst hergestellt?

© Zoonar / Walter J. Pilsak
Bild: Ein Langhaardackel am Futternapf |
Wie auch wir
Menschen haben unsere Hunde je nach Alter, Rasse, täglicher Bewegung, Bewegungsdrang
einen unterschiedlichen Energiebedarf. Dieser Energiebedarf muss durch das tägliche
Futter gegeben werden. Hierbei haben wir die Verantwortung, dem Tier gesunde Nahrung in
ausreichender Menge zu verabreichen, ohne es zu überfüttern und natürlich auch ohne es
hungern zu lassen. Wir alle wollen unseren besten Freunde gesund ernähren und ihm dadurch
ein langes, beschwerdefreies Leben ermöglichen. |
Fertige Tiernahrung gibt es für die verschiedensten Hunde:
große Rasse, kleine Rassen, bewegungsfreudige Hunde, Hunde mit weniger ausgeprägtem
Bewegungsdrang, alte Hunde, kranke Hunde und für Welpen. Jede Fertignahrung nimmt für
sich in Anspruch, den Tieren in genau abgestimmter Menge die notwendigen Proteine,
Kohlenhydrate, Fette, Vitamine und Spurenelemente zu geben, die sie benötigen. Die
Fertignahrung wirbt damit genauestens untersucht und erforscht zu sein, und auf jeden Fall
nur einwandfreie Zutaten zu beinhalten. Es ist korrekt, dass in der Fertignahrung für
unsere Tiere nur Rohstoffe enthalten sein dürfen, die auch für den Menschen verträglich
und unschädlich sind. Das ist allerdings Vorschrift zum Schutz des Menschen, nicht zum
Schutz des Hundes. Es soll einfach sichergestellt sein, das kein Mensch erkrankt, weil er
versehentlich -aus welchen Gründen auch immer- Tierfertignahrung zu sich genommen hat.
Wenn wir also des Futter für unsere Hunde selber herstellen wollen, müssen wir
sicherstellen, dass unser Futter mindestens genauso gesund ist wie das industriell
hergestellte.
Ein Hund, der in freier Wildbahn seine Beute erlegt, frisst
nicht nur das Fleisch, sonder auch die Innereien und das Gedärm. Dadurch nimmt er auch
Pflanzenstoffe aus, die er dringend benötigt.
(Ein
gutes Beispiel hierfür ist der früher oft gefütterte grüne Pansen. Das ist ein
Kuhmagen, der nicht gesäubert wurde, und deshalb noch die Pflanzenstoffe an seiner
Innenseite hatte. Heute kann man diesen kaum noch roh kaufen, er stinkt auch fürchterlich
und ist für die Vorratshaltung nicht geeignet. Getrocknet kann man ihn in Fachgeschäften
noch als Leckerli erwerben)
Dieses müssen wir auch bei der Zusammen- setzung unseres Futters berücksichtigen. Er
frisst auch schon mal Früchte, wenn er sie findet, man kann also durchaus dem Hund auch
mal eine Möhre zum knabbern geben. Es muss nicht immer ein fertiges Leckerli sein. Viele
Tiere fressen so etwas nur deshalb nicht, weil sie es nie kennen gelernt haben. Andere
wiederum sind ganz wild auf Möhren, rohe Kartoffel usw. |

© Zoonar / jacquelineknopf
Ein Hund beim Verzehr einer Möhre |
Ein Welpe braucht häufiger Futter als ein erwachsener
Hund, es sollte frisch zubereitet sein, damit der Kleine auch sicher nichts Verdorbenes
bekommt. Futter für den Welpen muss eiweißreich sein, Kohlehydrate enthalten und
vitaminreich sein. Man sollte das Fleisch abkochen, da gerade Welpen oft noch Würmer
haben und rohes Fleisch den Wurmbefall fördert. Und man sollte nicht nur Schweinefleisch
füttern, da es relativ fett ist, besser ist Rind, Lamm, Huhn, Pute oder Fisch. Der
Eiweißanteil sollte ca. 30% betragen
Beispiel: Fleisch klein schneiden und ungewürzt in Wasser
gar ziehen lassen. Mit Haferflocken und geriebener Möhre mischen.
Fleisch durch den Wolf drehen, mit gekochten Kartoffeln (klein geschnitten oder
zerdrückt) und geriebener Möhre mischen
Haferflocken mit Wasser quellen lassen, geriebene Möhre, Apfel oder anderes Gemüse
mischen, etwas Magerquark (Eiweiß) zugeben, restl. Fleisch dazugeben
Der ältere Hund braucht weniger Eiweiß. Das sollte man
bei der Zusammenstellung der Mahlzeiten berücksichtigen. Etwa 25 % sind vollkommen
ausreichend für einen gesunden, aktiven Hund. Der ältere oder kranke Hund sollte nur ca.
20% Rohprotein zu sich nehmen. Schweinefleisch sollte man älteren oder kranken Hunden,
die Probleme mit Arthrose haben nicht mehr geben, besser ist Fisch, Rind, Geflügel oder
Lamm. Auch älteren Hunden sollte man als Eiweiß ab und zu Quark oder Joghurt geben.
Meistens mögen sie das gerne und man reduziert damit den Fettgehalt der Nahrung. Wenn man
rohes Fleisch oder rohen Fisch füttern möchte, muss man öfter eine Wurmkur
durchführen. Danach sollte man sich beim Tierarzt erkundigen. Man kann auch Fleisch oder
Fisch nehmen, den man übrig hat, es darf aber nicht gewürzt sein. Es bieten sich die
preiswerten Fleischsorten an, es dürfen auch Abschnitte sein, aber nicht zu fett und
keine Knochen.
Fleisch, gekocht oder roh
Fleischbrühe, ungewürzt
Reis, Weizenflocken
geriebene oder klein geschnittene Möhre und anderes Gemüse
gehacktes Fleisch oder Fisch
mit Quark und geriebenem Gemüse und gek. Reis oder Kartoffeln
gekochtes Gemüse mit der Brühe mit Haferflocken und anderen Getreideflocken mischen und
mit rohem Ei und Fischstückchen vermengen
Reis mit Gemüse kochen und mit getrocknetem Fisch vermengen
Reis oder Kartoffel mit Gemüse kochen und auch mal ohne Fleisch oder nur mit Fleisch-
oder Fischbrühe, oder stattdessen Quark oder Joghurt.
Hunden, die Fell- oder Hautprobleme haben, oder
Gelenkbeschwerden kann man zu den Mahlzeiten jeweils Lachsöl geben. Das mögen sie gerne
und es wirkt Wunder. Man kann dem Futter auch noch Hefeflocken zusetzen. Die werden
ebenfalls gerne genommen.
Quelle: CW / MBBueroservice
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