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Ständerhaltung und Anbindehaltung

Die Haltung von Haustieren einst und heute

Wer einmal bei einem Ausflug ein Freilichtmuseum mit einem mittelalterlichen Bauernhaus besichtigte, wird oftmals über das einfache Leben unserer Vorfahren erstaunt sein. Wir können uns heute kaum noch eine Herberge vorstellen, in der Mensch und Vieh unter einem Dach wohnen. Doch bis ins späte Mittelalter gehörte eine derartige Lebensweise zur ländlichen Realität.
Damit das Vieh die Bäuerin nicht bei der Zubereitung der Mahlzeiten störte oder menschliche Ruhestätten verwüstete, wurde dessen Bewegungsspielraum auf einen geeigneten Standort innerhalb des Bauernhauses durch einen Verschlag oder durch andere geeignete Maßnahmen begrenzt. Diese Haltungsform, die wohl als Vorläufer der Ständerhaltung angesehen werden kann, widersprach einst wie heute einer artgerechten Tierhaltung. Nur unseren Vorfahren können wir den Umgang mit ihren Haustieren nicht vorwerfen, da sie es nicht besser wussten und selbst nicht viel besser lebten als ihr Vieh.

In den letzten Jahrhunderten wurde unser Wohnbereich immer komfortabler und was unter den Haustieren nicht zu den Heimtieren gehörte, wurde aus dem Wohnbereich verbannt und in separate Stallanlage und in sonstige Tierunterkünfte ausquartiert. Eine klare Trennung zwischen Wohngebäuden und Stallanlagen erfolgte. Dass Kuriose dabei, während die Ausstattung und Einrichtung unseres Wohnbereichs im 21. Jahrhundert angekommen ist, hinkt die Einrichtung und Ausstattung von Stallanlagen zum Teil um Jahrhunderte hinterher. So werden Rinder und Pferde bis ins 21. Jahrhundert hinein zum Teil noch in Anbindehaltung und Ständerhaltung gehalten, obwohl diese Haltungsformen eigentlich museumsreif sind.

Die Ständerhaltung und Anbindehaltung unterscheiden sich nicht wesentlich. In beiden Haltungsformen werden die Pferde angebunden. Der einzige Unterschied besteht praktisch darin, dass bei der Ständerhaltung die Stallanlagen mit Trennwänden in Stände unterteilt werden. In diesen Ständen werden die Pferde angebunden und können sich somit nicht frei bewegen. Oftmals reicht der Platz kaum aus, damit die Pferde sich zum Schlafen hinlegen können. Bei der Anbindehaltung existieren hingegen keine Trennwände zwischen den Ständen, die Pferde werden statt dessen an eine durchgehende Stange oder ähnlichen Stalleinrichtungen angebunden.

Die Anbindehaltung und Ständerhaltung sind die ungeeignetsten Formen der Pferdehaltung und wurden bereits in den meisten Bundesländern verboten. Lediglich in Bayern ist diese Form der Pferdehaltung noch bis zum Jahre 2014 erlaubt (Stand: 2010).

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