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Gefahren für Bienen

...durch Krankheiten und Pflanzenschutzmitteln

Wie bei allen Tierarten steigt die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und Parasiten mit der Intensität, mit der die Tierhaltung betrieben wird. Längst sind Honigbienen keine "Naturburschen" mehr, sondern werden durch selektierende Zucht zu Leistungsbienen herangezüchtet. Meist nicht immer zum Vorteil der Tiere, wobei dieser bei der Zucht immer im Vordergrund stehen sollte.

Nachfolgend werden einige Krankheiten beschrieben, die eine Gefährdung der Bienen bedeuten. Einige Krankheiten sind meldepflichtig und müssen dem Amtstierarzt und Bienensachverständigen mitgeteilt werden, die dann unverzüglich deren Bekämpfung vornehmen. Sinnvoll ist es daher für jeden Jungimker, sich bei einem Bienenverein anzumelden, wo er stets alle wichtigen Informationen einholen kann.

Zu den gefürchteten Krankheiten bei Bienen zählen die Krankheiten, welche die Brut betreffen. Allem voran die bösartige Faulbrut, die meldepflichtig ist. Der Erreger der Faulbrut ist ein Stäbchenbakterium namens Bazillus larvae. Die Sporen des Erregers gelangen in den Darm der Bienenmade und entwickeln sich dort zum Bazillus, der die Bienenlarve tötet. Anschließend wird aus dem Bazillus wieder eine Spore, die ihren todbringenden Weg weiter verfolgt. Der Imker erkennt den Befall meist erst dann, wenn eine Rettung des Volks zu spät ist. Die Zelldeckel der Brutzellen sind eingefallen und die darin befindlichen abgestorbenen Bienenmaden zerfallen zu einer braunen, schleimigen und faulig riechenden Masse. Die Ansteckung erfolgt meist über verirrte Fremdbienen, verlassene Bienenstände, Müllhalden oder durch die Verfütterung mit Fremdhonig, mit dem die Faulbrut nicht selten eingeschleppt wird.

Dann gibt es noch die gutartige Faulbrut, die durch den Bazillus larvae Streptococcus pluton verursacht wird. Auch bei dieser Krankheit zersetzen sich ebenfalls die Bienenmaden, jedoch ist kein fauliger Geruch zu bemerken, auch zerfallen die Maden nicht zu einer schleimigen Masse. Die gutartige Faulbrut ist nicht meldepflichtig.

Daneben ist die sogenannte Kalk- brut relativ harmlos und zumeist auf Unterkühlung der Brutwaben zurückzuführen. Anders als die beiden vorhergegangen Formen, ist für die Kalkbrut kein Bazillus zuständig, sondern ein Schimmel- pilz. Die Kalkbrut ist daher nicht meldepflichtig, genauso wie die Sackbrut, für die ein Virus namens Morator aetatulae verantwortlich ist. Bei ungünstiger Witterung und schlechten Trachtverhältnissen kann er schnell seuchenhaft auf- treten, wird jedoch trotzdem als harmlos eingestuft.

Bisher wurden nur Krankheiten beschrieben, welche die Brut der Bienen betreffen, jedoch können auch erwachsene Bienen von Krankheiten betroffen sein.

Zu den wichtigsten zählt die Varroatose, die durch einen Parasiten, der Varroamilbe (Varroa Jacobsoni Oudemans) verursacht wird. Die Varroatose ist meldepflichtig und muss stets bekämpft werden. Es handelt sich dabei um ein ca. 1,2 mm großes Spinnentier, das sich mit Vorliebe an den Bauch- oder Rückenschuppen der Bienen aufhält. Oft überwintern sie auch an den Bienen. Die Vermehrung der Milbe erfolgt stets über die Bienenbrut. Die Milben saugen von den Bienenlarven und erwachsenen Bienen. Den übermäßigen Befall erkennt der Imker an missgebildete Bienen, die von den gesunden Bienen aus dem Bienenstock entfernt werden. Die Bekämpfung der Varroamilbe erfolgt über verschiedene Maßnahmen. Zum einen mit der regelmäßigen Entfernung der Drohnenbrut, zum anderen über die Behandlung mit varroa-abtötende Mittel, die im Herbst in die Bienenstöcke eingebracht werden.

Zu den weiteren Krankheiten und Schädlingen zählen Tracheenmilben, Ruhr, Bienenlaus, Wachsmotten, Ameisen und Spitzmäuse.

Eine andere Gefährdung entsteht durch den Menschen, nämlich durch seinen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, die eigentlich Pflanzenschädlinge zur Strecke bringen sollen. Jedoch sind viele Insektizide auch für die Bienen und andere Nutzinsekten gefährlich. Seit dem 19.12.1972 gibt es zwar eine Bienenschutzverordnung, nach der es verboten ist, bienengefährliche Pflanzenschutzmittel anzuwenden, jedoch werden diese Vorschriften oft genug übergangen. Mehrere tausend Bienenvölker sind trotz Verbotes jährlich von Vergiftungen betroffen.

Die Honigbiene | Das Bienenvolk « / » Bienen in Haus und Garten

© (Autorin: M. J. siehe Seite 1)

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