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Bienen als Nutztiere

Die Bedeutung der Biene für Mensch und Umwelt

Fragt man einen Imker warum er sich Bienen hält, wird er vermutlich sagen: Weil es mir gefällt. Doch Bienenhaltung und Bienenzucht ist mehr als nur ein Hobby oder Berufung, sie ist vor allem nützlich für den Menschen und die Umwelt.

Bestäubung

Der wichtigste indirekte Nutzen der Bienen besteht in der Bestäubung. Etwa 80% aller Blüten werden durch Bienen bestäubt. Der Anteil von 20% wird auf die Bestäubung durch Hummeln, Schmetterlinge, Wespen und Fliegen aufgeteilt. Dabei haben sich Bienen nicht wie manch andere Insekten, beispielsweise viele Wildbienen- arten, auf eine bestimmte Blütenart spezialisiert.

Auch dass Bienen im Volk überwintern, ist ein Vorteil für die Bestäubung im Frühjahr. Hummeln dagegen sterben, bis auf einige wenige Weibchen, vor dem Winter ab. Die Weibchen überwintern einzeln und müssen im Frühjahr zunächst ihre Nachkommen aufziehen. Auch eine andere Bienen-Eigenheit ist äußerst nützlich für die Bestäubung – Bienen sind blütenstet. Das bedeutet, dass Bienen gern mehrere Blüten einer Art anfliegen. Damit wird sichergegangen, dass auch der Blütenstaub auf die richtige Pflanze gelangt.

Auch für eine qualitativ hochwertige Bestäubung sind die Bienen wichtig. So werden Pflanzen, die von Bienen bestäubt werden, durch mehrmaligen Anflug zu 100% bestäubt. Das bringt beispielsweise bei der Obsternte mehr Ertrag, auch werden die Früchte dadurch größer und schwerer.

Somit wird klar, wie wichtig die Bienen für die menschliche Ernährung sind, ist sie doch für die Bestäubung zuständig, die erst eine Ernte möglich macht. In früheren Zeiten waren Imker daher bei den Obstbauern sehr geschätzt und wurden sogar für das Aufstellen einiger Bienenvölker, in der Nähe der Plantagen, bezahlt. Heute zahlen die Imker für einen Standplatz, meist in Form von Honig.

Aber nicht nur dem Menschen bringen Bienen großen Nutzen, sondern auch der Tierwelt. So denkt man beispielsweise an Vögel, welche sich von Samen und Früchten ernähren, die ohne eine Bestäubung erst gar nicht entstehen könnten.


Bienenprodukte

Den wichtigsten direkten Nutzen hat der Mensch durch die Bienenprodukte. Die Bienen produzieren:

  • Honig
  • Bienenwachs
  • Blütenpollen
  • Gelée Royale
  • Bienenkittharz (Propolis)
  • Bienengift

Honig ist allen Menschen als süßer Brotaufstrich oder als Süßungsmittel für Tees bekannt. Honig kann jedoch auch als Heilmittel eingesetzt werden. Als altes Hausmittel wurde Honig als desinfizierendes Wundmittel verwendet oder als Stärkungsmittel bei Erkältungskrankheiten und Erschöpfungszuständen.

Bienenwachs war in früheren Zeiten, als es noch kein elektrisches Licht gab, für Kerzen unentbehrlich. Heute erfreuen wir uns immer noch an duftende Bienenwachskerzen zur Weihnachtszeit. Daneben wird Bienenwachs unter anderem auch für medizinische Umschläge verwendet.

Blütenpollen sind reine Energiespender, da sie sehr eiweißreich sind. Oft findet man Blütenpollen und Produkte mit Blütenpollen im Bereich der Nahrungsergänzung. Gesundheitlich eingesetzt können Blütenpollen auch für eine Hyposensibilisierung bei Pollenallergie verwendet werden.

Gelée Royale ist das Futter, mit welchem die Bienenkönigin genährt wird. Sie lebt dadurch nicht nur wesentlich länger als alle anderen Bienen, sondern ist dadurch auch fruchtbar und in der Lage für reichlich Nachkommen zu sorgen. Wegen dieser Eigenschaften wird dem Gelée Royale verjüngende und stärkende Wirkung nachgesagt.

Bienenkittharz oder auch die Propolis genannt, ist ein wichtiges Mittel für die Stockhygiene. Die Bienen überziehen damit die Wände ihres Bienenstocks, die Rähmchen und die Wabenzellen. Sie dichten damit Risse und Löcher der Bienenbehausung ab oder mumifizieren im Winter auch einmal einen Eindringling wie eine Spitzmaus, die den Stock plündern wollte und von den Bienen getötet wurde. Propolis wirkt desinfizierend, tötet Pilze und Keime. Daher wird Propolis in der alternativen Medizin auch „natürliches Antibiotikum“ genannt.

Bienengift. Für manche ein Heilmittel, für wenige Allergiker kann es den Tod bedeuten. Bienengift wird vor allem bei rheumatischen Beschwerden, Bluthochdruck, Migräne, Asthma und Neuralgien eingesetzt. Imker erreichen oft ein hohes Alter, was man auch dem Bienengift zuspricht, denn bei den Arbeiten am Bienenstock bleiben gelegentliche Bienenstiche nicht aus.

Heilkundlich beschäftigt sich die Apitherapie mit dem gesundheitlichen Wert von Bienenprodukten, die unter anderem durch den Deutschen Apitherapie-Bund verbreitet und gelehrt wird. Ärzte, Heilpraktiker, Imker und Interessierte können beim Apitherapie-Bund einen Kurs absolvieren und die Grundlagen der Apitherapie studieren.

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© (Autorin: M. J. siehe Seite 1)

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